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Ferien: Wohin mit den Tieren?

Sie werden von einer akuten Fernweh-Attacke erfasst und es zieht Sie in die grosse, weite Welt? Und nun suchen Sie nach einer «Urlaubslösung» für Ihren Hund oder Ihre Katze?

Viel Zeit für ausgedehnte Spaziergänge, das Herrchen den ganzen Tag um sich - und Bello ist restlos glücklich. Entsprechend lautet die optimale Urlaubslösung für Hunde: Ab mit in die Ferien!
Viel Zeit für ausgedehnte Spaziergänge, das Herrchen den ganzen Tag um sich - und Bello ist restlos glücklich. Entsprechend lautet die optimale Urlaubslösung für Hunde: Ab mit in die Ferien!

(mm/mei) Trauriger Hundeblick, grosser Katzenjammer – es ist wieder Ferienzeit und Herrchen packt die Koffer. Während der Mensch die schönsten Wochen des Jahres herbeisehnt, ist dessen tierischer Hausgenosse meist alles andere als «urlaubsreif». Doch des Zweibeiners' Freud muss nicht zwingend des Vierbeiners' Leid sein: Es gibt durchaus geeignete Lösungen für Bello und Mietzi.

Katzen – Daheimbleiben ist alles

Sie lieben ihre vertraute Umgebung und fühlen sich zu Hause am wohlsten. Die Urlaubslösung für die Samtpfoten liegt somit auf der Hand: Am besten werden sie in den gewohnten vier Wänden von Freunden oder guten Bekannten umsorgt, die sie täglich füttern, streicheln und ausgiebig mit ihnen spielen. Eine andere Variante sind professionelle Cat-Sitter, die diesen Service leisten und dabei noch den Briefkasten leeren und Blumen giessen. Die Kosten belaufen sich in der Regel auf 20 bis 25 Franken pro Tag plus einer Anfahrtsentschädigung. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einer gewissenhaften «Katzen-Nanny» in Ihrer Umgebung und stellen Sie sicher, dass sich Büsi und mobiler Tierbetreuer vor Ihrer Abreise ausführlich kennen lernen.

Als weitere Option können – zumindest für Wohnungskatzen – auch Tierferienheime oder Tierheime genannt werden. Diese beherbergen Ihre Mietze und verlangen dafür meist zwischen 15 und 20 Franken pro Tag. Eva Waiblinger vom Schweizer Tierschutz STS wirft hier jedoch ein, dass diese Lösung nicht immer ideal ist. «Dies hängt stark vom jeweiligen Tier ab. Manche fühlen sich heimisch und für manche bedeutet ein derartiger Aufenthalt immensen Stress. Zwei bis drei Probetage im Vorfeld können einen ersten Eindruck vermitteln, ob Ihr Stubentiger sich für diese Variante eignet», erklärt Waiblinger. Ebenfalls unabdinglich sei es, mehrere Heime zu vergleichen und sich persönlich vor Ort von der Qualität der Unterbringung zu überzeugen.

Hunde – Reisebegleiter par excellence

Viel Zeit für ausgedehnte Spaziergänge, das Herrchen den ganzen Tag um sich – und Bello ist restlos glücklich. Entsprechend lautet die optimale Urlaubslösung für Hunde: Ab mit in die Ferien! Zumindest, wenn die Wunschdestination per Auto angesteuert werden kann. Wenn diese Möglichkeit für Sie in Betracht kommt, dann informieren Sie sich vorweg über die wichtigsten Punkte wie z.B. die Einreisebestimmungen für Wuffi im anvisierten Land, die Bestandteile der Reiseapotheke und was es heisst, tiergerecht zu reisen. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Wahl der Unterkunft. Buchen Sie nur dort, wo Ihr Vierbeiner explizit willkommen ist und wo er in der Nähe eine Freilauffläche zum Herumtoben findet. Bei Reisen in den heissen Süden ist ferner ein Abstecher zum Hunde-Coiffeur vor Reiseantritt empfehlenswert, wobei das Fell nicht zu kurz geschnitten werden darf, denn sonst droht Sonnenbrand für die empfindliche Hundehaut.

Wenn Sie Ihren vierbeinigen Freund jedoch nicht mitnehmen können oder wollen, dann ist die eindeutig beste Alternative, ihn in die Obhut tierlieber Nachbarn, Freunde oder Verwandten zu geben. «Das hat den Vorteil, dass Ihr Liebling zu Menschen kommt, die er schon kennt und die zudem bereits mit seinen Marotten vertraut sind», so Waiblinger. Ein vorübergehend gutes Zuhause könne darüber hinaus ein vertrauenswürdiges Tierheim oder Tierferienheim sein. Wie bei Katzen ist es hier von zentraler Bedeutung, Probetage zu vereinbaren und den gesunden Menschenverstand bei der Auswahl des Heims walten zu lassen. Was die Kosten angeht, ist je nach Grösse des Hundes mit 20 bis 30 Franken pro Tag zu rechnen.

Bleibt ein Tier zuhause, sollten Sie für Notfälle Ihre Handynummer und allenfalls diejenige einer Kontaktperson in der Schweiz, die Telefonnummer Ihres Tierarztes sowie Geld für eine Behandlung zurücklassen. Müssen Medikamente verabreicht werden, so sollten diese ausreichend vorhanden sein, zudem empfiehlt sich das vorherige Üben der Einnahme. Genaue Angaben zur Ernährung und zu speziellen Angewohnheiten Ihres vierbeinigen Lieblings sowie Sicherheitstipps wie das Vermeiden von Fenstern in Kippstellung gehören ebenfalls zur verantwortungsvollen Ferienplanung.

hausinfo und ImagePoint (Beate Zoellner) Artikel drucken