1. August: kein Freudentag für Tiere

Der 1. August ist für viele Heimtiere mit einer Menge Stress verbunden. Das muss nicht sein: Unsere Tipps zeigen, wie Hunde und Katzen den Nationalfeiertag besser überstehen.

18_haustiere_am_1_august_quer
Der 1. August ist für viele Heimtiere mit einer Menge Stress verbunden.

(mei) Was für Menschen ein Feier- und oftmals ein Freudentag ist, kann für Heimtiere zum Albtraum werden: Der 1. August und die mit ihm verbundenen Feuerwerke versetzen so manchen Vierbeiner in panische Angst. Der Grund: Hunde und Katzen haben ein sehr viel empfindlicheres Gehör als wir Menschen. Knallereien aus nächster Nähe können sie deshalb nicht nur vollkommen verschrecken, sondern ihnen sogar Schmerzen bereiten – und das bei Lautstärken, die wir Menschen noch als ganz normal empfinden. Wenn die Stunden der Frauenfürze und Raketen nahen, sollten Tierhalterinnen und Tierhalter aus diesem Grund Vorsichtsmassnahmen ergreifen, damit ihre tierischen Gefährten möglichst ruhig bleiben.

Hunde nicht trösten

Das Wichtigste ist, dass die Tiere drinnen bleiben, wenn die Feuerwerke losgehen. Ab dem späteren Nachmittag sollten sowohl der Hundespaziergang beendet als auch die Katze ins Haus gerufen und ihr Katzentürli verschlossen werden. Der Schweizer Tierschutz STS rät, für einen ruhigen Ort im Haus zu sorgen, damit die Tiere eine Rückzugsmöglichkeit haben. Ganz ruhig sollte er allerdings nicht sein: Sanfte Musik oder ein Radioprogramm bilden einen akustischen Hintergrund, vor dem die Feuerwerke draussen weniger störend wirken.

Reagieren Hunde aufgrund schlechten Erfahrungen trotzdem mit Angst, sollte man sie keinesfalls trösten, sagt die Zoologin Eva Waiblinger vom Schweizer Tierschutz STS: «Hunde betrachten Trösten als Bestätigung oder Belohnung für ihr Verhalten. Aus diesem Grund ist es besser, den Hund in einer solchen Situation in Ruhe zu lassen und auch selbst ruhig zu bleiben.» Bei sehr sensiblen Tieren kann es jedoch sein, dass all diese Massnahmen nichts fruchten. Hier empfiehlt der STS, sich vom Tierarzt ein Beruhigungsmittel für sein Tier verschreiben zu lassen. Hundehalter haben auch eine andere, aufwändige Option: die Flucht ins Ausland.

Harmloser Gestank

In der Nacht und am Morgen danach ist die Luft meist alles andere als frisch. Aufgrund der starken Verdünnung ist sie allerdings nicht gesundheitsschädigend, sagt Eva Waiblinger, so dass Katzen und Hunde wieder ins Freie dürfen. Aufpassen sollte man hingegen bei Meerschweinchen und Kaninchen, die auf einer Wiese gehalten werden, auf der viel Feuerwerk gezündet wurde: Tierhalterinnen und Tierhalter sollten in diesem Fall drei Wochen darauf verzichten, ihre Nager dort fressen zu lassen. Erst danach kann davon ausgegangen werden, dass alle Schadstoffe abgebaut sind.

Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken