Haustiere in der Schweiz

In drei von zehn Schweizer Haushalten lebt eine Katze. Platz Nummer zwei in der Beliebtheits-Skala der Haustiere belegen die Hunde. Jedes Jahr gibt die Bevölkerung Millionen von Franken für Futter, Tierarzt und Zubehör aus.

Katzen und Hunde sind in der Schweiz die beliebtesten Haustiere.
Katzen und Hunde sind in der Schweiz die beliebtesten Haustiere.

Rund 1,7 Millionen Katzen und über eine halbe Million Hunde leben gemäss dem Verband für Heimtiernahrung vhn als Haustiere in der Schweiz. Sie sind mit Abstand die beliebtesten Gefährten des Menschen. Konkurrenz bekommen sie höchstens von den Fischen: Würde man jeden Fisch einzeln zählen, käme man auf stattliche 2,3 Millionen Aquarienbewohner. 

Haustiere in der Schweiz (Stand 2016)

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Haustierhaltung ist nicht billig

Die Schweizer Bevölkerung lässt sich ihre Lieblinge einiges kosten. Für Futter, Einstreumaterial, Hundeleinen und anderes Zubehör macht sie jährlich Millionenbeträge locker. Gemäss Erhebungen des Bundesamts für Statistik gab in den Jahren 2012 bis 2014 im Schnitt jeder Haushalt monatlich 31 Franken bzw. rund 0,3 Prozent des Bruttoeinkommens für Haustiere aus.  

Ein Hund kostet gemäss «Beobachter» und «Tierwelt» rund 1500 bis 2000 Franken pro Jahr. Für eine Katze sind jährliche Aufwendungen von rund 1000 bis 1300 Franken nötig. Für ein Kaninchen, ein Meerschweinchen oder einen Vogel sind pro Jahr rund 500 bis 700 Franken einzuplanen. Hinzu kommen die Anschaffungskosten für die Tiere sowie – je nach Tierart – für ein Gehege oder eine Voliere. Teuer kann eine Operation zu stehen kommen: Für eine Unfall- oder Zahnbehandlung legen die Besitzerinnen und Besitzer schnell einmal 1000 Franken auf den Tisch. Grössere Operationen wie ein künstliches Hüftgelenk für einen Hund können bis zu mehreren tausend Franken kosten.

Auf Exoten verzichten

Zu exotischen Haustieren sind keine offiziellen Zahlen erhältlich. Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz STS empfiehlt generell: «Finger weg von Exoten wie Frettchen, Grosspapageien, grünen Leguanen und Giftschlangen! Viele Wildtiere haben sehr komplexe Ansprüche, was Ernährung, Unterbringung, Klima und Sozialstruktur angeht. Eine artgemässe Haltung ist für den privaten Halter meist nicht möglich. Zu beachten ist ausserdem, dass viele Wildtiere auch in der privaten Haltung bewilligungspflichtig sind.»

Erst prüfen, dann entscheiden

Der STS bietet kostenlos eine breite Palette von Ratgebern zur artgerechten Heimtierhaltung an, die man auf seiner Website herunterladen kann. Ausserdem berät er Halterinnen und Halter persönlich. Der STS rät, sich vor der Anschaffung eines Tieres Gedanken darüber zu machen, wie viel Zeit man für das Tier bzw. die Tiere hat, wie viel Raum für sie vorhanden ist und welche finanziellen Mittel man für die Tierhaltung zur Verfügung hat. Zudem sollte abgeklärt werden, ob der Mietvertrag die Haltung von Tieren überhaupt zulässt. 

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