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Ratten: Tipps zur artgerechten Haltung

Ratten sind clever, gesellig und gelten als ideale Heimtiere – sofern sie gut gehalten werden. Erfahren Sie jetzt, was Ratten brauchen, um sich wohlzufühlen.

Ratte
Bei liebevoller und regelmässiger Zuwendung können Ratten ein inniges Verhältnis zu ihrem Halter aufbauen.

(mei) Der Animationsfilm «Ratatouille», in dem die kleine Ratte Remy Kochlöffel schwingend die Herzen der Kinozuschauer erobert, hat geschafft, was vielen Tierfreunden bisher nicht gelungen ist: Die landläufigen Vorurteile zu zerstreuen von der ekligen Ratte, die bloss Krankheiten überträgt und unsauber ist. Trotz des «Imagewandels»: Rattenfans sollten sich vor dem Kauf ausführlich über die Haltung von Ratten informieren, bevor sie sich für die Nager entscheiden:

Ratten in Gruppenhaltung ist ein Muss

Ratten sind äusserst soziale Rudeltiere, die in der Natur in grossen Familien leben. Sie dürfen deshalb nicht als Einzeltier gehalten werden. Empfehlenswert ist eine Gruppengrösse von mindestens drei Tieren. Ratten eignen sich gut für eine Haltung in gemischtgeschlechtlichen Gruppen. Die Männchen sollten vor dem sechsten Altersmonat kastriert werden, damit es nicht zu Kämpfen kommt.

Die artgerechte Unterbringung von Ratten

Eine Gruppe von drei bis vier Ratten benötigt ein Gehege mit einer Mindestgrundfläche von einem Quadratmeter – ideal sind zwei oder mehr Quadratmeter – und mehreren miteinander verbundenen Ebenen, sodass sich die Grundfläche vervielfacht. Zudem erhalten Ratten so die Möglichkeit, sich in der Höhe aufzuhalten, was sie gerne tun. Das Gehege sollte an zwei oder drei Seiten an eine Wand angrenzen und frei von Zugluft, Lärm und auch Rauch sein.

Die 5 Must-haves für das Ratten-Gehege

  1. Ratten sind sehr intelligent und mögen eine abwechslungsreiche Unterkunft. Lassen Sie Ihre Fantasie walten. Zwingend sind eine Buddelkiste mit Einstreu, welche die Ratten oft als Toilette nutzen, sowie mehrere Etagen.

  2. Unterschlüpfe und Rückzugsorte wie grosse Häuschen – damit sich die Ratten aneinander kuscheln können –, Hängematten, Tontöpfe, Korkröhren oder aufgehängte Körbe. Achten Sie auf einen ausreichend grossen Eingang von mindestens 10 Zentimeter Durchmesser.

  3. Nistmaterial für den Schlafort, wie Haushalt- oder Zeitungspapier. Wechseln Sie das Nistmaterial regelmässig aus.

  4. Nage-, Beschäftigungs- und Klettermöglichkeiten wie Leitern, Äste oder Ablaufrohre.

  5. Staubfreie und geruchsarme Einstreu, bestehend aus Mais-Granulat oder Hanfstroh.

Ratten brauchen Freilauf

Auch wenn das Gehege noch so abwechslungsreich gestaltet wird, sind die täglichen Freilaufstunden für die sehr bewegungsfreudigen Tiere unerlässlich und der Höhepunkt des Ratten-Tages. Wichtig ist, die lebhaften Kerlchen nie unbeaufsichtigt auf Entdeckungstour gehen zu lassen und das Haus rattensicher zu machen, sprich Ausgänge zu verschliessen sowie Elektrokabel und lieb gewonnene Einrichtungsgegenstände vor Nagerattacken zu schützen. Alles Giftige wie Zigaretten, Medikamente, Putzmittel oder für Ratten giftige Pflanzen muss vor dem Freilauf entfernt werden. Natürlich dürfen auch keine Hunde oder Katzen den Freilauf stören. Entschädigt wird man mit glücklichen Tieren, die bei liebevoller und regelmässiger Zuwendung ein inniges Verhältnis zu ihrem Halter aufbauen und sehr verschmust sein können.

Die richtige Nahrung für Ratten

  • Ratten sind so genannte Allesfresser, die sowohl pflanzliche wie auch tierische Nahrung verzehren. Als Grundnahrung dient Körnerfutter, das stets vorhanden sein sollte.

  • Frisches Trinkwasser sollte immer zur Verfügung stehen. Es muss täglich ausgewechselt werden.

  • Als Eiweissquelle eignen sich Sojaprodukte, angekeimte Getreidesprossen sowie Fleisch und Eier.

  • Wenig Fett kann als Nüsse, Körner, Fleisch oder Fisch verabreicht werden.

  • Als Kohlenhydratquelle können nebst dem Körnerfutter wenig trockenes Brot, gekochte Kartoffeln oder Pasta angeboten werden.

  • Ratten mögen täglich frisches, für sie ungiftiges Gemüse oder frische Früchte.

3 Tipps zum Schluss

  1. Die allermeisten Ratten erkranken im Laufe ihres eh schon kurzen Lebens. Insbesondere Tumore bilden sich bei ihnen häufig. Deshalb müssten die meisten Ratten irgendwann vom Tierarzt eingeschläfert werden.

  2. Viele Tierheime haben Ratten, die einen Lebensplatz suchen. Der Club der Rattenfreunde vermittelt ebenfalls Tiere.

  3. Ratten haben es gerne reinlich. Der Aufwand für die tägliche Reinigung des Geheges sollte nicht unterschätzt werden.

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