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Glückliche Schildkröten: Tipps zur tiergerechten Haltung

Sie gelten als die «Methusalems» unter den Haustieren und können bei guter Haltung über 100 Jahre alt werden. Die Entscheidung für eine Schildkröte sollte daher wohl bedacht sein.

Schildkröte
Schildkröte

(mm) Sie krochen bereits auf unserem blauen Planeten als die Dinosaurier noch keinen Fuss darauf wagten. Die Anpassungsfähigkeit von Schildkröten ist schlichtweg beeindruckend. Was die Zeit nicht geschafft hat, gelingt dem Menschen jedoch leider zunehmend: So sind viele Arten der urzeitlichen Reptilien heute vom Aussterben bedroht. Sie sollten daher nur dann als Heimtiere gehalten werden, wenn eine artgerechte und dauerhafte Pflege gewährleistet werden kann.

Ernsthaftes, lebenslanges Hobby

Leichtfertig sollten Sie die Entscheidung für eine Schildkröte nicht fällen: Seien Sie sich bewusst, dass Sie sich einer Lebensaufgabe stellen, da die Tiere Sie bei guter Pflege aller Voraussicht nach überleben werden. Informieren Sie sich am besten vor der Anschaffung ausführlich bei Fachleuten und in der Fachliteratur, um Fehler in der Haltung zu vermeiden. Denn einem Laien bleibt oft verborgen, wenn die sensiblen Wildtiere leiden. Zahlreiche Clubs und Vereine laden im deutschsprachigen Raum zur Mitgliedschaft ein, in der Schweiz gibt beispielsweise die Schildkröten-Interessengemeinschaft Schweiz (SIGS) Auskunft.

Einzel- oder Gruppenhaltung?

Laut Schweizer Tierschutz (STS) brauchen Schildkröten nicht zwingend Anschluss an eine Gruppe. «Die Haltung in gleichgeschlechtlichen Gruppen ist jedoch problemlos möglich, ausser ein Männchen entwickelt extremes Territorialverhalten», so Eva Waiblinger vom STS. Abzuraten sei hingegen von geschlechtsgemischten Gruppen, da die Weibchen sonst aufgrund des stark ausgeprägten Werbetriebes der Männchen nicht zur Ruhe kommen. Ebenfalls nicht zu empfehlen seien artgemischte Gruppen, da ihre Betreuung viel Erfahrung vom Halter voraussetzt. Ausgenommen seien hier griechische und maurische Landschildkröten, da diese auch in der Natur im selben Lebensraum vorkommen.

Unterbringung

Was gibt es Schöneres, als in aller Seelenruhe durch das Freigehege zu pilgern, ein Sonnenbad zu geniessen und herzhaft in einen Löwenzahn zu beissen? Zumindest aus der Warte einer Schildkröte. Im Sommer befindet sich deren Zuhause daher idealerweise in einem grossen Garten mit möglichst viel Sonne inklusiver einiger Schattenplätze. Die Anlage kann dabei nicht weitläufig genug sein. Für trostlose Regentage bieten sich zudem ein Frühbeet, Wintergarten oder Treibhaus mit Weisslicht-Wärmestrahlern an. Wichtig ist, dass das Gehege den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Art angepasst ist. Wer glaubt, dass er die «empfindlichen Panzerträger» einfach in seinen bestehenden Garten oder Teich platzieren kann, der unterliegt einem Irrtum. Der Rat von Experten ist hier unabdinglich. Dies gilt übrigens auch für die Unterbringung im Winter. Bei den meisten Schildkröten gehört eine Winterstarre zum natürlichen Jahreszyklus. Und diese muss unbedingt artgerecht begleitet werden. Dass hier eine Überwinterung im Gemüsefach des Kühlschranks die beste Methode sein kann, mag seltsam anmuten, kann aber je nach Tier durchaus sinnvoll sein.

Schildkröte
Schildkröte

Nahrung

Auch der Speiseplan gestaltet sich je nach Art unterschiedlich. Während sich z. B. Rotwangen-Schmuckschildkröten in jungen Jahren u. a. an Schnecken, Insektenlarven und Würmern laben, zählen für griechische und maurische Landschildkröten Gräser und Krautpflanzen zu den Gaumenfreuden. Insgesamt lautet auch hier die Devise: Fachleute fragen!

Bezugsquellen

Schildkröten sind unbestritten alles andere als pflegeleicht. Und dennoch ziehen diese friedlichen Reptilien mit ihrem urtümlichen Aussehen viele Menschen in ihren Bann. Auch Sie gehören dazu? Und fragen sich, wo Sie Ihre «gepanzerten Gefährten» am besten erstehen? Eva Waiblinger vom STS gibt Antwort: «Verantwortungsbewusste Halter beziehen ihre Schildkröten entweder aus einem Tierheim, einer Schildkröten-Auffangstation oder von einem seriösen Züchter mit Schweizer Nachzucht.» Und damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen tragen Sie dem Tier- und Artenschutz Rechnung, zum anderen treffen Sie beim Kauf auf zuverlässige Berater. Und diese können Ihnen kompetent vor Augen führen, was es heisst, in die wunderbare Welt dieser «Wesen aus einer anderen Zeit» einzutauchen.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Walter Luger, Reiner Bernhardt) Artikel drucken