Datenschutz

Ihr Datenschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir unsere Datenschutzrichtlinie angepasst. Die neuste Version finden Sie hier. Wenn Sie auf OK klicken, stimmen Sie der neuen Datenschutzerklärung zu.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbeanzeigen masszuschneidern, Social Media-Funktionen bereitzustellen und zu messen sowie die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen. Wir informieren auch unsere Social Media-, Werbe- und Analysepartner über die Nutzung unserer Website. Wenn Sie auf OK klicken stimmen Sie der Erfassung von Informationen durch Cookies auf dieser Website zu. Weitere Informationen zu unseren Cookies und dazu, wie Sie die Kontrolle darüber behalten, erfahren Sie aus unserer Datenschutzerklärung.

Glückliche Vögel: Tipps zur tiergerechten Haltung

Vögel sind und bleiben Wildtiere, deren Haltung kaum mit der von Hunden oder Katzen zu vergleichen ist. Während diese seit Jahrtausenden mit Menschen zusammenleben, sind Vögel bis heute nicht domestiziert.

Wellensittiche
Wellensittiche

(mm) Wenn Sie sich dennoch am munteren Treiben der bunten Gesellen erfreuen möchten, gilt es, einige Punkte zu bedenken:

Dauerhafte Verantwortung

Vögel zeichnen sich durch eine hohe Lebenserwartung aus. Kleine Vogelarten wie Kanarienvögel oder Wellensittiche werden durchschnittlich 15 Jahre alt, Grosspapageien plappern und pfeifen sogar noch mit 70. Piepmätze sollten daher immer im Bewusstsein angeschafft werden, dass es sich um einen langfristigen «Einzug» handelt.

Weder lautlos noch unsichtbar

Es ist ratsam, sich darauf einzustellen, dass die eigenen vier Wände nun des Öfteren von lautem Gezwitscher und Geschrei erfüllt werden. Und auch Körnerschalen, Federn und deren Staub sind künftig nicht mehr wegzudenken. Letzterer kann vor allem Allergikern zu schaffen machen – ein entsprechender Test im Vorfeld bringt Klarheit.

Kanarienvögel
Kanarienvögel

Paar- oder Gruppenhaltung

Vögel sind so genannte Schwarmtiere und leben unter natürlichen Bedingungen nie allein. Die Einzelhaltung besiegelt ein tristes, einsames Vogelleben – der Mensch kann hier kein Ersatz für Artgenossen sein. Das A und O ist daher die Paar- oder Gruppenhaltung. Es ist hierbei unabdinglich, dass nur Arten zusammenleben, die zusammenpassen. Bei Paarhaltung ist es wesentlich, dass die Tiere miteinander harmonieren. Oder möchten Sie mit einem Partner «zwangsverpaart» werden, den Sie nicht ausstehen können?

Volieren

Vögel müssen die Möglichkeit haben zu fliegen – dieses Naturgesetz hat auch in der Gefangenschaft Gültigkeit. Ein möglichst tiergerechter Lebensraum gestattet daher mehr als nur den Flug von einer Sitzstange zur nächsten. Konkret bedeutet dies, dass die Gehege auch für kleine Exemplare mehrere Quadratmeter Grundfläche aufweisen müssen. Der Schweizer Tierschutz STS rät beispielsweise für Vögel bis Nymphensittichgrösse zu Volieren mit einer Grundfläche von mindestens 1x2 m und einer Höhe von ca. 2 m. Bei grösseren Tieren wie Papageien ist hingegen eine grössere Gartenvoliere mit heizbarem Innenteil vonnöten.

Vogelstuben

Eine andere Variante liegt darin, dem gefiederten Freund ein ganzes Zimmer zu überlassen. Die früher üblichen Vogelstuben gewähren noch heute optimale Bedingungen gerade für grössere Tiere. Ein nach Süden oder Südosten gelegenes Zimmer mit einem Gitter vor Fenstern und Türen erlaubt direkte Sonneneinstrahlung und lässt «Lora» jubilieren. Falls nicht genügend Platz vorhanden, ist der kontrollierte mehrstündige tägliche Freiflug im Zimmer eine Alternative. Aber Vorsicht: giftige Zimmerpflanzen, heisse Herdplatten und andere Gefahrenquellen lauern.

Standort des Geheges

Die Devise lautet hell und sicher. Darunter ist zu verstehen, dass die Voliere an einem hellen Ort stehen sollte, der sowohl Sonnen- als auch Schattenplatz bietet. Bei praller Sonne hilft das Abdecken einer Käfighälfte. Zugluft, Zigarettenrauch und unregelmässige Lichtquellen sind hingegen tabu. Ein weiterer bedeutsamer Aspekt: Die Tiere sollten sich sicher fühlen – das Gehege darf folglich nicht von allen Seiten zugänglich sein.

Nahrung und Einrichtung

Neben einem abwechslungsreichen Nahrungsangebot lassen diverse Utensilien wie Futternäpfe, Trinkgefässe, Vogelbäder, Sitzstangen aus Naturästen, Vogelsand, Kalksteine etc. Vogelherzen höher schlagen. Gute Zoofachgeschäfte geben Auskunft, was speziell Ihre gefiederten Mitbewohner benötigen.

Inländische Nachzucht

Gemäss der Broschüre «Vögel als Heimtiere» des Schweizer Tierschutz ist es darüber hinaus zentral, dass «die Vögel aus ausgewiesenen inländischen Nachzuchten mit artgerechter Tierhaltung stammen». Es ist daher wichtig, sich vor dem Kauf zu vergewissern, aus welchem Nest Ihre Piepmätze kommen.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Juergen Gisselbrecht, haselbacher) Artikel drucken