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So finden Sie das richtige Bett und Kopfkissen

So unterschiedlich man sich bettet, so unterschiedlich liegt man. Lesen Sie jetzt, was es beim Kauf eines Bettes alles zu beachten gilt.

«Simple Double Deux» von Drexler Guinand Jauslin Architects
«Simple Double Deux» von Drexler Guinand Jauslin Architects

Der Klassiker: Das Bett mit Lattenrost und Matratze

(mei) Betten gibt es in einer ganzen Reihe von Ausführungen. Weit verbreitet ist das Bettgestell mit Lattenrost und Matratze. Letztere kommt in etlichen Varianten und Qualitätsstufen daher.

  • Der Lattenrost hat eine Doppelfunktion: Er unterstützt die Matratze und sorgt gleichzeitig für deren Belüftung.

  • Bei einer Bettbreite ab 140 Zentimeter sind zwei Lattenroste (und zwei Matratzen) empfohlen, sodass jede Person ihre eigene Betthälfte hat. Denn je nach Gewicht und Vorlieben braucht ein Partner eine weichere Matratze als der andere, um möglichst rückenschonend zu liegen.

  • Als Faustregel gilt: Die Matratze hat die richtige Härte, wenn sie den Körper zwar stützt, die schweren Körperstellen wie die Hüften aber einsinken lässt, sodass die Wirbelsäule in Seitenlage eine gerade Linie bildet.

  • Nach zehn bis fünfzehn Jahren sollte die Matratze ersetzt werden.
Boxspringbett
Boxspringbetten bestehen aus den drei Komponenten Box, Matratze und Topper.

Der Trendsetter: Das Boxspringbett

Gerade unauffällig sind sie nicht: Boxspringbetten benötigen mehr Platz im Schlafzimmer als andere Betten. Denn wo diese mit einem Gestell und Lattenrost auskommen, enthalten sie eine ganze Box oder ein Bettpodest. Darin integriert sind Taschenfedern aus Stahl, die mit Schaumstoff abgedeckt und in Polsterstoff eingefasst sind. Auf der Box liegt eine Matratze, die im Kern ebenfalls Taschenfedern enthält und mit Schaumstoff oder Latex abgedeckt ist. In den meisten Fällen kommt als dritte Schicht eine dünne Auflage hinzu. Sie wird Topper oder Matratzenauflage genannt.

Vor- und Nachteile von Boxspringbetten

  • Der grösste Vorteil der Boxspringbetten liegt im besonderen Liegekomfort. Denn der Körper wird durch die Matratze sehr gut gestützt, was nicht zuletzt an den einzeln eingenähten Stahlfedern liegt. Gleichzeitig ermöglichen die Stahlfedern in der Box eine sehr gute Druckverteilung. Ein weiteres Plus der Boxspringbetten ist ihre Höhe, die das Ein- und Aussteigen erleichtert.

  • Der Nachteil der Boxspringbetten besteht im vergleichsweise kastenartigen, eher wuchtigen Look. Gerade für kleinere Schlafzimmer sind deshalb filigranere Modelle eine gute Wahl. Dank unterschiedlichen Füssen, Materialien und Kopfteilen werden etliche Geschmacksrichtungen bedient.

5 Tipps zur Auswahl von Boxspringbetten

  1. Gehen Sie im Geschäft probeliegen und lassen Sie sich beraten.

  2. Box, Matratze und Topper sind in verschiedenen Festigkeiten erhältlich, sodass individuelle Kombinationen möglich sind.

  3. Bei Paaren empfiehlt es sich, zwei separate Matratzen in die Box zu integrieren und diese mit einem einzigen Topper zu belegen.

  4. Achten Sie darauf, dass die Bezüge des so genannten Headboards bzw. Kopfteils und des Bettpodests abnehmbar und waschbar sind.

  5. Wer nicht gleich ein neues Bettsystem anschaffen will, kann auch nur eine Federkern-Matratze kaufen. Der Komfort kommt allerdings nicht an den eines Boxspringbettes heran.

Weitere Bettentypen: Futon, Wasser, Luft 

  • Futons stammen ursprünglich aus Japan, wo sie direkt auf einer Matte auf dem Boden liegen. Bei uns wird der Futon meist nicht so bodennah verwendet, sondern eher auf einem niedrigen Bett platziert, was praktisch ist und eine Belüftung ermöglicht.

  • Das Wasserbett ist nicht besonders weit verbreitet. Dank seiner Wasserfüllung vermag es den Körper sehr gut und ohne Druckstellen zu stützen.

  • Mit einem Luftbett kann wie beim Wasserbett eine gleichmässige Druckverteilung erzielt werden.
Bett
«Perfo» von Röthlisberger Kollektion

8 Kauftipps für das neue Bett

  1. Nehmen Sie sich viel Zeit für das Beratungsgespräch: Ein neues Bett sollten Sie in aller Ruhe auswählen.

  2. Probieren Sie verschiedene Bett- und Matratzenarten aus. Lassen Sie prüfen, bei welcher Matratzenhärte Ihre Wirbelsäule eine gerade Linie aufweist.

  3. Erkundigen Sie sich nach den Materialien aller Teile des Bettes.

  4. Stellen Sie sicher, dass das Bett so konstruiert ist, dass die Matratze belüftet wird.

  5. Prüfen Sie, welche Verstellfunktionen das Bett hat und wie einfach die Bedienung ist. Vergewissern Sie sich, dass die Matratze weich genug ist, um die Verstellung mitzumachen.

  6. Überprüfen Sie, ob das Bett eine stabile Konstruktion aufweist. Soll es zu zweit genutzt werden, sollten Sie zu zweit probeliegen.

  7. Erkundigen Sie sich, welche Bezüge abnehmbar und in der Waschmaschine waschbar sind.

  8. Fragen Sie nach den Serviceleistungen und Garantien des Herstellers.

So finden Sie das richtige Kopfkissen: 4 Tipps

Die Schlafqualität hängt nicht nur von der Matratze und den Lebensgewohnheiten ab: Nur wer das richtige Kopfkissen wählt, schlummert glücklich im Land der Träume. Erhältlich sind sie in unzähligen Varianten: grössere und kleinere, solche mit Daunen, Schurwolle, Markenfasern, Bambus oder Dinkel (um nur einige Füll-Arten zu nennen), und weichere oder härtere. Ganz zu schweigen von komplex aufgebauten wie jenen mit verschiedenen Kammern oder solchen mit gut stützendem Kern und weicherer Schale. Entsprechend breit ist auch die Preisspanne.

Tipp 1: Auf die Schlafposition achten

Die Wahl des richtigen Kissens hängt u.a. von der Schlafposition ab:

  • Wer in Seitenlage schläft, sollte ein Kissen wählen, bei dem die Halswirbelsäule gerade bleibt.

  • Rückenschläferinnen und –schläfer sind mit einem Kopfkissen gut bedient, das die Halswirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form belässt.

  • Gar kein Kissen oder nur ein flaches benötigen hingegen jene, die auf dem Bauch oder auf einem Wasserbett liegen.

  • Wer unter Nackenproblemen leidet, findet in einem Nackenstützkissen die optimale Lösung.

Tipp 2: Auf die Matratzenhärte abstimmen

  • Für weiche Matratzen, auf denen man stärker einsinkt, sind niedrigere Kissen besonders gut geeignet.

  • Harte Matratzen und höhere Kissen passen gut zueinander.

  • Vor dem Kauf sollte man probeliegen, um mit dem Fachpersonal zu prüfen, wie die Halswirbelsäule im Einzelfall liegt.

Tipp 3: Die richtige Füllung

  • Federkissen – mit und ohne Daunenanteil – sind weich, stützen aber dennoch gut. Nebst einem hohen Komfort zeichnen sie sich durch ein gutes Klima-Management aus, so dass sie sich seit langem grosser Beliebtheit erfreuen.

  • Wer stark schwitzt, ist mit einem Schurwollkissen gut beraten. Es kann bis zu 30 Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es klamm oder gar nass wird. Ein weiteres Plus ist seine Fähigkeit, Gerüche zu neutralisieren.

  • Dinkelkissen wiederum sind für eine gute Wärmehaltung sowie eine leicht massierende Wirkung bekannt.

  • Allergikerinnen und Allergiker benötigen ein pflegeleichtes Kissen aus Fasern, das sie bei 95 °C waschen können.

Tipp 4: Gut pflegen, häufig ersetzen

Kopfkissen sind laut billerbeck der meist beanspruchte Teil des Bettes. Denn sie müssen das Kopfgewicht von ca. 4,7 Kilogramm tragen und nehmen zudem einen Teil des rund halben Liters Schweiss auf, den Erwachsene Nacht für Nacht abgeben.

  • Es ist ratsam, das Kopfkissen spätestens nach einem Jahr in der Waschmaschine gemäss Pflegeanleitung zu reinigen oder professionell reinigen zu lassen.

  • Naturhaar-Kissen wie z.B. solche aus Schurwolle sollten hingegen täglich bei geöffnetem Fenster gelüftet werden.

  • Auch mit der besten Pflege bleibt die Lebensdauer eines Kopfkissens kurz: Aus hygienischen Gründen sollten sie nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden.
Zusätzliche Informationen

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