So finden Sie das richtige Bett

So unterschiedlich man sich bettet, so unterschiedlich liegt man. Lesen Sie jetzt, was es beim Kauf eines Bettes alles zu beachten gilt.

«Simple Double Deux» von Drexler Guinand Jauslin Architects
«Simple Double Deux» von Drexler Guinand Jauslin Architects

Der Klassiker 

(mei) Betten gibt es in einer ganzen Reihe von Ausführungen. Weit verbreitet ist das Bettgestell mit Lattenrost und Matratze. Letztere kommt in etlichen Varianten und Qualitätsstufen daher. Der Lattenrost hat eine Doppelfunktion: Er unterstützt die Matratze und sorgt gleichzeitig für deren Belüftung. Bei einer Bettbreite ab 140 Zentimeter sind zwei Lattenroste (und zwei Matratzen) empfohlen, sodass jede Person ihre eigene Betthälfte hat. Denn je nach Gewicht und Vorlieben braucht ein Partner eine weichere Matratze als der andere, um möglichst rückenschonend zu liegen. Als Faustregel gilt: Die Matratze hat die richtige Härte, wenn sie den Körper zwar stützt, die schweren Körperstellen wie die Hüften aber einsinken lässt, sodass die Wirbelsäule in Seitenlage eine gerade Linie bildet. Nach zehn bis fünfzehn Jahren sollte die Matratze ersetzt werden. 

Boxspring, Futon, Wasser, Luft  

Eine weitere Bettart ist das hierzulande immer beliebter werdende Boxspringbett. Es  setzt sich aus Matratze, Topper und Unterbett zusammen und gilt als sehr komfortabel. Futons stammen ursprünglich aus Japan, wo sie direkt auf einer Matte auf dem Boden liegen. Bei uns wird der Futon meist nicht so bodennah verwendet, sondern eher auf einem niedrigen Bett platziert, was praktisch ist und eine Belüftung ermöglicht. Nicht besonders weit verbreitet ist das Wasserbett. Dank seiner Wasserfüllung vermag es den Körper sehr gut und ohne Druckstellen zu stützen. Auch mit einem Luftbett kann eine gleichmässige Druckverteilung erzielt werden.

«Perfo» von Röthlisberger Kollektion
«Perfo» von Röthlisberger Kollektion

Tipps für den Kauf 

  • Nehmen Sie sich viel Zeit für das Beratungsgespräch: Ein neues Bett sollten Sie in aller Ruhe auswählen. 

  • Probieren Sie verschiedene Bett- und Matratzenarten aus. Lassen Sie prüfen, bei welcher Matratzenhärte Ihre Wirbelsäule eine gerade Linie aufweist. 

  • Erkundigen Sie sich nach den Materialien aller Teile des Bettes. 

  • Stellen Sie sicher, dass das Bett so konstruiert ist, dass die Matratze belüftet wird. 

  • Prüfen Sie, welche Verstellfunktionen das Bett hat und wie einfach die Bedienung ist. Vergewissern Sie sich, dass die Matratze weich genug ist, um die Verstellung mitzumachen. 

  • Überprüfen Sie, ob das Bett eine stabile Konstruktion aufweist. Soll es zu zweit genutzt werden, sollten Sie zu zweit probeliegen. 

  • Erkundigen Sie sich, welche Bezüge abnehmbar und in der Waschmaschine waschbar sind. 

  • Fragen Sie nach den Serviceleistungen und Garantien des Herstellers. 
«Anana» von Kuno Nüssli
«Anana» von Kuno Nüssli

Das richtige Drum und Dran 

Selbst ein ideal auf Sie abgestimmtes Bett ist keine Garantie für guten Schlaf. Auch der Bettinhalt spielt eine wichtige Rolle beim Schlafkomfort. Ein Duvet soll einerseits wärmen, andererseits Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb ist es ratsam, während der Heizperiode ein anderes Duvet zu verwenden als im Sommerhalbjahr. Als Füllung in Frage kommen nebst Daunen oder Kunstfasern zum Beispiel Wolle, Kamelhaar, Seide, Kaschmir, Bambusfasern oder Arvenflocken. Welches Material man vorzieht, hängt u.a. davon ab, wie stark man schwitzt, welche ökologischen Vorlieben man hat oder ob man an einer Hausstaubmilbenallergie leidet. Für das Kopfkissen ist ebenfalls eine Vielzahl an Füllungen erhältlich, darunter auch Dinkel, Hirse und Arve. Für einen guten Schlaf sollte zudem das Schlafzimmer gut abgedunkelt sein. Wer nicht bei offenem Fenster schläft, lüftet am besten vor dem Zubettgehen. 

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