Kopfkissen: wichtig für einen guten Schlaf

Die Schlafqualität hängt nicht nur von der Matratze und den Lebensgewohnheiten ab: Nur wer das richtige Kopfkissen wählt, schlummert glücklich im Land der Träume.

Nur wer das richtige Kopfkissen wählt, schlummert glücklich im Land der Träume.
Nur wer das richtige Kopfkissen wählt, schlummert glücklich im Land der Träume.

(mei) Wer kennt sie nicht, die unzähligen Fernseh-Spots für Matratzen, die einen in den perfekten Schlaf wiegen? Dabei geht allzu gern vergessen, dass auch andere Faktoren zählen, wenn es um eine erholsame Nachtruhe geht. Ein regelrechtes Mauerblümchendasein fristet das Thema Kopfkissen. Dabei sind Kissen für eine korrekte Schlafposition mitentscheidend.

Breites Spektrum

Bei Kopfkissen hat man die Qual der Wahl, denn es gibt sie in unzähligen Varianten: grössere und kleinere, solche mit Daunen, Schurwolle, Markenfasern, Bambus oder Dinkel (um nur einige Füll-Arten zu nennen), und weichere oder härtere. Ganz zu schweigen von komplex aufgebauten wie jenen mit verschiedenen Kammern oder solchen mit gut  stützendem Kern und weicherer Schale. Entsprechend breit ist auch die Preisspanne. Wer bei Interio einkauft, bezahlt zwischen Fr. 39.90.- und Fr. 199.-, von billerbeck und Dauny sind Kissen zwischen Fr. 39.- und Fr. 249.- im Handel erhältlich.

Vor dem Kauf probeliegen

Die Wahl des richtigen Kissens hängt zum einen von der Schlafposition und der Matratzenhärte ab. Wer in Seitenlage schläft, sollte ein Kissen wählen, bei dem die Halswirbelsäule gerade bleibt. Rückenschläferinnen und –schläfer sind mit einem Kopfkissen gut bedient, das die Halswirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form belässt. Gar kein Kissen oder nur ein flaches benötigen hingegen jene, die auf dem Bauch oder auf einem Wasserbett liegen. Und wer unter Nackenproblemen leidet, findet in einem Nackenstützkissen die optimale Lösung. Vor dem Kauf sollte man deshalb probeliegen um mit dem Fachpersonal zu prüfen, wie die Halswirbelsäule im Einzelfall liegt. Zudem gilt: Für weiche Matratzen, auf denen man stärker einsinkt, sind niedrigere Kissen besonders gut geeignet. Umgekehrt passen harte Matratzen und höhere Kissen gut zueinander.

Die richtige Füllung

Zum anderen kommen bei der Wahl des Kopfkissens die Präferenzen punkto Füllung zum Tragen. Federkissen – mit und ohne Daunenanteil – sind weich, stützen aber dennoch gut. Nebst einem hohen Komfort zeichnen sie sich durch ein gutes Klima-Management aus, so dass sie sich seit langem grosser Beliebtheit erfreuen. Wer stark schwitzt, ist mit einem Schurwollkissen gut beraten. Es kann bis zu 30 Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es klamm oder gar nass wird. Ein weiteres Plus ist seine Fähigkeit, Gerüche zu neutralisieren. Dinkelkissen wiederum sind für eine gute Wärmehaltung sowie eine leicht massierende Wirkung bekannt. Und Allergikerinnen und Allergiker benötigen ein pflegeleichtes Kissen aus Fasern, das sie bei 95 °C waschen können.

Gut pflegen, häufig ersetzen

Kopfkissen sind laut billerbeck der meist beanspruchte Teil des Bettes. Denn sie müssen das Kopfgewicht von ca. 4,7 Kilogramm tragen und nehmen zudem einen Teil des rund halben Liters Schweiss auf, den Erwachsene Nacht für Nacht abgeben. Deshalb ist es ratsam, das Kopfkissen spätestens nach einem Jahr in der Waschmaschine gemäss Pflegeanleitung zu reinigen oder professionell reinigen zu lassen. Bei billerbeck ist ein solcher Nass-Service beispielsweise für 39 Franken zu haben. Einzige Ausnahme sind Naturhaar-Kissen wie z.B. solche aus Schurwolle. Hier gilt es stattdessen, sie täglich bei geöffnetem Fenster zu lüften. Doch auch mit der besten Pflege bleibt die Lebensdauer eines Kopfkissens kurz: Aus hygienischen Gründen sollten sie nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden.

Zusätzliche Informationen

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