Virtuelle Einrichtungsplaner

Wer sich neue Möbel anschafft oder gar umzieht, tut gut daran, erst einmal die Probe aufs Exempel zu machen: Dank virtuellen Einrichtungsplanern sieht man auf einen Blick, ob die Objekte auch in den Raum passen.

Dank virtuellen Einrichtungsplanern sieht man auf einen Blick, ob die Möbel auch in den Raum passen.
Dank virtuellen Einrichtungsplanern sieht man auf einen Blick, ob die Möbel auch in den Raum passen.

(mei) Wer hat nicht schon einmal ein Möbelstück gekauft, das im Nachhinein gar nicht an die vorgesehene Stelle passte? Und daraufhin das vermeintlich sichere Gespür für Masse ad acta gelegt und fortan vor jedem Shoppingtrip Mass genommen? Und bei teureren Anschaffungen entweder Skizzen angefertigt oder die Umrisse des neuen Möbelstücks sogar im Massstab 1:1 mit Zeitungspapier ausgelegt? Eben.

Online-Alternative

Wem so viel papierener Aufwand zu altmodisch scheint, dürfte an den neuen Online-Einrichtungstools in 2D und 3D Gefallen finden, die kostenlos und – nach wenigen Minuten – einfach bedienbar sind. Im Internet sind sie mittlerweile in recht grosser Zahl zu finden. Eine Auswahl: Homestyler, Mydeco, Sweet Home 3D, Der Einrichtungsplaner oder Ikea Home Planner. Besonders empfehlenswert sind die beiden erstgenannten, da sie nicht heruntergeladen werden müssen, sondern online benutzt werden können. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie browserunabhängig funktionieren und beispielsweise auch im Firefox verwendet werden. Was hingegen heruntergeladen werden muss, setzt meist das Betriebssystem Windows voraus.

Einfach zu bedienen

Ansonsten jedoch funktionieren die virtuellen Einrichter nach ähnlichen Prinzipien: Man kann mit ihnen von Grund auf ein neues Zimmer zeichnen oder bestehende Grafiken anpassen, und das mit wenigen Klicks per Drag-and-Drop. So oder so lässt sich ein Raum von der Farbe des Bodenbelags bis zur Auswahl und Platzierung der Möblierung nicht nur recht individuell gestalten, sondern danach auch im 2D- oder 3D-Format betrachten. Und per Mausklick schauen bzw. lesen die Freundinnen und Freunde gleich mit: Das Ergebnis des virtuellen Einrichtens ist per Facebook oder Twitter publizierbar und kann auch per E-Mail versandt werden.

Kein Ersatz für eine Beratung

Die Online-Tools weisen jedoch auch Nachteile auf. So ist zu überlegen, ob die Spielerei effektiv nicht zeitaufwändiger ist als die Papiermethode. Zudem scheinen die Möbel, die in den Datenbanken der Einrichtungstools zur Auswahl stehen, von einem zwar gefälligen, doch eher biederen Format, was das Ergebnis – je nach persönlichem Geschmack – ziemlich verfälscht. In diesem Sinn vermögen die virtuellen Hilfen mehr ein Gefühl für die Raumgrösse zu vermitteln als ein Bild des tatsächlich möblierten Zimmers zu zeigen. Bei der Frage, ob sich ein Möbelstück gut machen würde oder nicht, müssen sie ebenfalls passen. Fest steht: Eine solide Beratung durch eine Fachperson können weder Papiervorlagen noch Online-Spielereien ersetzen. Als Vorbereitung für den Kaufentscheid leisten sie jedoch unbestritten gute Dienste.

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