Trends für Garderoben

Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte einer Wohnung. Höchste Zeit, dass die Garderobe ihrem Mauerblümchendasein entkommt und ihr die gebührende optische Aufmerksamkeit zuteil wird.

«Nox Vesta» von Rexite
«Nox Vesta» von Rexite

(stö) War der Eingangsbereich früher in Bürgerhäusern sozialer Treffpunkt, Empfangsraum und zusätzlicher Aufenthaltsraum für die Familie, so hat er sich in der modernen Planung immer mehr in einen notwendigen Verbindungsgang zwischen Haustüre und Wohnräumen verwandelt. Mit der funktionellen Reduktion wurde auch Platz gespart, was die Gestaltungsmöglichkeiten einschränkte; und das, obwohl das Entree dem Besucher einen ersten Eindruck vermittelt und somit die Visitenkarte des Hauses darstellt.

Preisgekrönt

Vorbei sind die Zeiten, als das einzig Kunstvolle im Zusammenhang mit einer Garderobe darin bestand, wie James Bond seine Kopfbedeckung im Büro von Miss Moneypenny schwungvoll auf den Hutständer beförderte. Garderoben sind längst selber zu einem Kunstobjekt geworden. Dies wird durch die stattliche Anzahl Preise bestätigt, welche die Designer damit regelmässig einheimsen. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Angebot der spezialisierten Hersteller im In- und Ausland.

Trend zu Metall, Glas und Kunststoff

Allen Designergarderoben ist der Trend zu einfachen, schlichten Lösungen gleich. Zur Verwendung kommen hauptsächlich Materialien wie Glas, Metalle und Kunststoffe, während Modelle aus unbehandeltem Holz derzeit etwas weniger gefragt sind. Abhängig vom Raum, der in einem Entree zur Verfügung steht, ergeben sich Lösungsmöglichkeiten von der Kleinstgarderobe für die Wandmontage bis hin zu Kombinationen mit Trennwänden, Schuhfach oder Sitzmöglichkeiten. Zuweilen mindert das Design allerdings die Funktionalität: So ist man nicht unbedingt versucht, an einem zwar schön geformten, aber kantigen Kleiderbügel einen schweren Mantel wochenlang aufzuhängen.

An Schlichtheit nicht mehr zu übertreffen ist die Garderobe «Zen» des Zürcher Herstellers Mox, besteht diese doch lediglich aus einem schräg an die Wand gelehnten Stahlbügel, der bei Bedarf zusätzlich mit einem oben angebrachten schwarzen Stahlblech als zusätzliche Ablagefläche ergänzt werden kann.

«Zen» von Mox
«Zen» von Mox

An Schlichtheit nicht mehr zu übertreffen ist die Garderobe «Zen» des Zürcher Herstellers Mox, besteht diese doch lediglich aus einem schräg an die Wand gelehnten Stahlbügel, der bei Bedarf zusätzlich mit einem oben angebrachten schwarzen Stahlblech als zusätzliche Ablagefläche ergänzt werden kann.

«Nox Vesta» von Rexite
«Nox Vesta» von Rexite

Ebenfalls mit Stahlrohren arbeitet der Mailänder Anbieter Rexite – mitunter erinnert seine Kollektion «Nox Vesta» etwas an die Hut- und Gepäckablagen in alten SBB-Wagen.

«Ulan B» von M&G Interiors
«Ulan B» von M&G Interiors

Eine gelungene Kombination von Garderobe und Sitzmöbel zeigt das Wiener Unternehmen M&G Interiors. Deren Modell «Ulan B» besteht aus einem hochgestellten Stahlbügel als Kleiderständer und einem dazwischen hindurchgezogenen Sideboard als Sitzgelegenheit und Stauraum. Wahlweise sind in der Sitzbank zwei bis fünf von aussen unsichtbar versenkte Laden untergebracht. Dabei ist die Bank breit genug, um darunter gestellte Schuhe aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen.

«Venus» von Collection Hutter
«Venus» von Collection Hutter

Zeitlos schön

Zeitlos schöne Modelle zeigt auch der Rheintaler Hersteller Hutter & Stoffel mit seiner «Collection Hutter». Unter Verwendung von Chromstahl und Kunststoff besticht die Modellreihe «Venus» nicht nur durch Funktionalität und Design, sondern auch durch die Kombinierbarkeit der einzelnen Elemente.

Garderobe von Schönbuch
Garderobe von Schönbuch

Ein sicherer Wert in Sachen Design und Funktionalität ist der deutsche Anbieter Schönbuch. Seinem breiten Angebot namhafter Designer ist nicht nur die Schlichtheit der Form eigen, sondern sie fallen zum Teil auch durch die Verwendung bunter Farben aus dem Rahmen.

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