So ist das Home Office richtig eingerichtet

Das Arbeiten im Home Office wird immer beliebter. Mit einer ergonomisch korrekten Einrichtung lässt sich gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen.

Im Zentrum des Büros stehen Stuhl, Tisch und Computer.
Im Zentrum des Büros stehen Stuhl, Tisch und Computer.

(mei) Im Home Office lässt sich ungestört und gezielt arbeiten, gleichzeitig ist man dank Internet und Mobiltelefon mit der Welt verbunden. Kein Wunder, ist Home Office bereits weit verbreitet: Gemäss einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte arbeiteten 2016 28 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer mindestens einen halben Tag von zuhause aus. Mit zunehmendem Freelancing dürfte dieser Anteil weiter steigen.

Home Office ist nicht gleich Home Office 

Wer nur gelegentlich einen Arbeitstag daheim einlegt, für den stellen sich keine besonderen Anforderungen an die Einrichtung des Home Office. Ist bereits ein Büro mit Arbeitsplatz vorhanden, ist es am einfachsten, dieses auch gleich für berufliche Zwecke zu verwenden. Wer noch keinen Arbeitsplatz hat und nicht mit dem Laptop am Küchentisch sitzen möchte, der kann sich je nach Budget und Geschmack einen schönen Platz einrichten, an dem die Arbeit leicht von der Hand geht. Ergonomie hat in diesem Fall nicht oberste Priorität– es sei denn, man ist anfällig auf Störungen des Bewegungsapparats. Ist wenig Raum vorhanden, kann sich ein platzsparendes Modell wie das «Kaari Shelf» von Artek empfehlen: ein tiefes, an die Wand montiertes Regal, das auch als Tisch dienen kann. 

«Brass Base» von Création Baumann
«Brass Base» von Création Baumann

Die Einrichtung 

Anders sieht es aus, wenn man beabsichtigt, längere Zeit im Home Office arbeiten. Hier empfehlen sich einige Anpassungen an der Einrichtung. Denn es reicht nicht, dass die Arbeit flott voran geht: Nur wer seinen Arbeitsplatz nach ergonomischen Kriterien gestaltet, senkt sein Risiko für haltungsbedingte Beschwerden. 

  • Im Idealfall befindet sich das Home Office in einem eigenen, abschliessbaren Raum. So können Sie nach getaner Arbeit einfach die Tür zu machen und sich anderen Dingen und Menschen widmen. 

  • Die Grundausstattung des Arbeitsplatzes daheim bilden ein höhenverstellbarer Tisch sowie ein ebenfalls höhenverstellbarer Stuhl mit freischaltbarer Rückenlehne. Gerade Letzteres mag zwar nicht besonders chic sein, doch Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken. 
  • Eine gute Beleuchtung ist unerlässlich. Das Licht sollte die Arbeitsfläche beleuchten, nicht den Hinterkopf der arbeitenden Person. 

  • Spezielle Vorhänge wie zum Beispiel die metallisierten Vorhänge des Langenthaler Unternehmens Création Baumann dämpfen das Tageslicht, sodass es nicht blendet. 

  • Stauraum hält den Arbeitsplatz aufgeräumt und sorgt dafür, dass einen nach Feierabend nichts mehr an die Arbeit erinnert. 

  • Last but not least dürfen Sie Ihren Arbeitsplatz nach Herzenslust mit persönlichen Gegenständen anreichern und ihn so dekorieren, wie Sie möchten. 

So sitzen Sie richtig 

Die Suva hat den Ratgeber «Arbeiten am Bildschirm» erstellt, der als pdf kostenlos heruntergeladen werden kann. Darin empfiehlt sie u.a. Folgendes: 

  • Anordnung: Tisch und Stuhl sollten so platziert werden, dass das Tageslicht von der Seite her einfällt. Falls dies nicht möglich ist, sind Folienrollos empfohlen, die sich vom unteren Fensterrahmen nach oben ziehen lassen, oder Lamellenvorhänge mit vertikalen Streifen. 

  • Stuhl: Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel sollte 90 ° oder etwas mehr betragen, der Rücken sollte die Rückenlehne mit leichtem Druck berühren, die Füsse guten Kontakt zum Boden haben. 

  • Tisch: Seine Höhe sollte so eingestellt werden, dass die Ellenbogen dieselbe Höhe wie die Tastatur aufweisen. Die Füsse brauchen viel Bewegungsfreiheit. 

  • Strecken und bewegen Sie sich regelmässig, planen Sie Pausen ein. 
Zusätzliche Informationen

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