Homeoffice richtig einrichten

Praktisch, zeitsparend und bequem: Wer sein Büro zuhause hat, profitiert in vielerlei Hinsicht – besonders, was die Gesundheit anbelangt. Schöne Möbel erleichtern zusätzlich die Arbeit.

Im Zentrum des Büros stehen Stuhl, Tisch und Computer.
Im Zentrum des Büros stehen Stuhl, Tisch und Computer.

(msc) Schmerzen im Rücken, Verspannungen im Nacken, störende Gerüche, irritierende Farben und Formen in der Einrichtung, ablenkende Gespräche unter Mitarbeitenden: Der Büroalltag ist streng und oft ungesund – vor allem, wenn auf individuelle Bedürfnisse keine Rücksicht genommen werden kann.

Mit richtiger Wahl gesünder arbeiten

Im Büro zuhause ist manches einfacher: Man wählt selber und kann den Arbeitsplatz – soweit es die Räume zulassen – auf sich persönlich abstimmen. Wer einige Punkte beachtet, schafft gute Voraussetzungen für mehr Spass, Gesundheit und Leistung.

Mit Checklisten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) können wichtige Anforderungen überprüft werden. Dazu gehört beispielsweise, dass bei einer optimalen Stuhlhöhe Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, wenn die Füsse auf dem Boden abgestellt sind.

Die Sitzfläche sollte gepolstert sein und abgerundete Kanten aufweisen, die Rückenlehne dynamisches Sitzen erlauben.
Die Sitzfläche sollte gepolstert sein und abgerundete Kanten aufweisen, die Rückenlehne dynamisches Sitzen erlauben.

Die Sitzfläche sollte gepolstert sein und abgerundete Kanten aufweisen, die Rückenlehne dynamisches Sitzen erlauben, das heisst, beim Zurücklehnen leicht nachgeben und den Lendenbereich gut stützen.

Normalerweise stimmt die Tischhöhe bei einem Abstand von 27 bis 30 Zentimeter von der Sitzfläche; die Arme sollten ungefähr einen rechten Winkel bilden, wenn die Ellbogen auf der Tischfläche abgestützt sind. Wenn sich im Bildschirm – mit Vorteil ein Flachbildschirm – kein Fenster und keine Lampe spiegelt, ist er gut positioniert. Zudem sollte er mit normaler Kopfhaltung betrachtet werden können.

Der Nachteil beim Gymnastikball: Der Rücken wird stark belastet.
Der Nachteil beim Gymnastikball: Der Rücken wird stark belastet.

Allgemein ist bei der Sitzarbeit im Büro die Bewegung wichtig. Besondere Stühle oder Sitzgelegenheiten können dies fördern. Der Nachteil beim Gymnastikball: Der Rücken wird stark belastet.

Es hilft aber auch schon, wenn Drucker, Fax und Kopierer nicht gleich auf dem Schreibtisch oder daneben stehen. Für einige Arbeiten bietet sich zudem ein Stehpult an. Und nicht vergessen: Pausen machen (am besten alle 50 Minuten), ab und zu in die Ferne schauen, lüften, tief durchatmen.

Alles wird mobiler

Dem Bedürfnis nach Mobilität kommen die Trends bei den Einrichtungen entgegen: Portable Geräte gestatten Arbeit an verschiedenen Plätzen, modulare Möbel machen individuelle Einrichtungen zum Kinderspiel. Allein Schweizer Designer und Hersteller bieten eine grosse Zahl von Büroprogrammen für verschiedene Geschmäcker, beispielsweise Bigla, Denz, Kurt Thut, USM Haller, Vitra oder Wogg.

Der Tisch «Move» von Bigla.
Der Tisch «Move» von Bigla.

Der neue Tisch «Move» von Bigla (Biglen) ist wahlweise von Hand oder elektrisch höhenverstellbar.

Der «PC-Boy» von Denz.
Der «PC-Boy» von Denz.

Der «PC-Boy» von Denz (Nänikon) ermöglicht eine individuelle Bildschirmhöhe. Ein Kabelschacht fasst die Stromleitungen. Und dank der Rollen lässt sich der Arbeitsplatz bequem verschieben.

System «Level 34» von Werner Aisslinger und Vitra.
System «Level 34» von Werner Aisslinger und Vitra.

«Level 34» von Werner Aisslinger und Vitra (Birsfelden) ist ein freistehendes Möbelprogramm für unkonventionelle Arbeitswelten. Ausgangspunkt ist eine 34 cm hohe «Bench», eine Platte auf Füssen, auf der sich ganze Bürolandschaften zusammenstellen lassen.

System «Più» von Zoltan.
System «Più» von Zoltan.

Ein besonders leichtes und aus kleinen Modulen zusammensetzbares System produziert Zoltan (Italien) mit «Più», das 2006 mit dem Red Dot Award «Best of the Best» ausgezeichnet wurde.

ImagePoint (foto-begsteiger.com), Suva, zvg Artikel drucken