Unikate aus Keramik und Porzellan

Die Unikate aus heimischen Keramik- oder Porzellanwerkstätten kommen bei all jenen an, die Wert auf schönes Wohnen legen. Wir zeigen Ihnen ein paar ausgewählte Stücke.

Ovale Dose von Therese Müller
Ovale Dose von Therese Müller

Die Kraft des Einfachen

(mei) Therese Müller lebte mehr als 20 Jahren in São Paolo in Brasilien, wo sie nach Ausbildungsjahren eine eigene Keramikwerkstatt aufbaute, bevor sie 1990 in die Schweiz zurückkehrte, genauer gesagt nach Zürich, und dort wiederum eine eigene Werkstätte einrichtete. «Eleganz im Alltagskleid», so beschreibt sie ihre Arbeiten. Zu Recht: Ihre sämtlich in Handarbeit gefertigten Kreationen sind funktionale Gebrauchsgegenstände von fast schon betörender Schlichtheit. Das geht bis hin zur Namensgebung: Ovale Dose heisst die Porzellandose für 64 Franken, in der sich Oliven oder Reibkäse perfekt präsentieren lassen.

V49 von Linck von Linck Keramik
V49 von Linck von Linck Keramik

Ein sicherer Wert

Nie falsch liegt man mit den zeitlosen und deshalb immer zeitgemässen Objekten, die Margrit Linck geschaffen hat. Elegant und eigenständig, bereichern sie den Alltag und verleihen festlichen Tafeln den letzten Schliff. Das gilt natürlich auch für die Vase mit der Bezeichnung V49, mit der sich ein Zweig oder Strauss im Nu zu einem kleinen Kunstwerk fügt. Die Vase ist in weisser und schwarzer Ausführung erhältlich und kostet 189 Franken. Wer noch etwas Inspiration benötigt, findet diese vom 26. November bis am 17. Dezember an der Winterausstellung von Linck Keramik in Zollikofen.

Ava von Bottoni Porzellan
Ava von Bottoni Porzellan

Für besondere Momente

Insider wissen es längst: Was Simone Stocker, die Frau hinter Bottoni Porzellan, aus ihrem Ofen zaubert, ist eine Klasse für sich. Edles Material, edles Design und edle Ausführung. Das gilt auch für das Tee-Set Ava, dessen Muster seinen Weg auf Tasse und Unterteller im Siebdruckverfahren gefunden hat. So viel Schönheit hat ihren Preis: Ein Set, bestehend aus einer Tasse mit Unterteller, ist ab 280 Franken erhältlich. Eine Investition, welche jede noch so alltägliche Teestunde in einen Festakt verwandelt.

Per due von Regina Salzmann
Per due von Regina Salzmann

Italianità zuhause

Nach einem feinen Essen zu zweit einen Espresso geniessen – das gelingt dank der Burgdorfer Keramikerin Regina Salzmann jetzt mit noch mehr Stil. Sie hat eine geschmauchte, d.h. geschwärzte, ovale Reliefplatte aus Steinzeugton, zwei Espressotassen aus aussen vergoldetem Porzellan sowie eine kleine Schale für Gebäck oder einige Pralinen kreiert, mit der jeder Lunch und jedes Dinner seinen würdigen Abschluss findet. Und das ganz nach dem Motto geteilte Freude ist doppelte Freude. Die Komposition nennt sich per due und kostet 220 Franken.

Entre les deux von Erika Fankhauser Schürch
Entre les deux von Erika Fankhauser Schürch

Ein Stück Emmental

Besonderheiten aus Wynigen sind die Lichter entre les deux von Erika Fankhauser Schürch. Zum Markenzeichen der Keramikerin, die seit Herbst 2010 an der Hochschule Luzern für den Master in Design eingeschrieben ist, gehören laut eigenen Angaben Neugier und Experimentierfreude, gepaart mit handwerklicher Präzision. «Ich bin von der Formenvielfalt und Schönheit alltäglicher Dinge wie Äpfel, Reis oder Kartoffeln fasziniert und entwickle daraus Objekte, die Gebrauch und Skulptur in sich vereinen», sagt Fankhauser Schürch. Das ist bei entre les deux nicht anders – die Lichter verschönern auch ohne Teelicht jeden Wohnbereich. Die aus Porzellan und Paperclay, einer Mischung aus Ton, Papierfasern und Wasser, hergestellten Lichter haben einen Durchmesser von 21 Zentimeter und kosten 140 Franken.

Truc von Gabriele Reinhard Keramikatelier
Truc von Gabriele Reinhard Keramikatelier

Duft liegt in der Luft

Räucherstäbchen sind etwas für Yoga-Tanten und Alt-Hippies. Meinen Sie? Die Zürcher Keramikerin Gabriele Reinhard zeigt, dass es auch anders geht. Sie hat grau und schwarz eingefärbtes Porzellan in Gips eingeformt und daraus Räucherstäbchenhalter geschaffen. Diese heissen ganz unprätentiös Truc und kosten 28 Franken. Am besten wird der Räucherstäbchenhalter gemeinsam mit Räucherstäbchen überreicht, falls man nicht sicher sein kann, ob die oder der Beschenkte die passenden Stäbchen bereits daheim hat. Und weil hochwertige Handarbeit und billige Düfte nicht zusammenpassen, empfiehlt sich qualitativ gute Räucherware wie beispielsweise die von Farfalla.

Serie Flussstein von Natalia Zwissler Keramik
Serie Flussstein von Natalia Zwissler Keramik

Natur pur

Die St. Gallerin Natalia Kaya-Zwissler fokussiert ihre Arbeit derzeit auf zwei kontrastierende Themen: zarte Porzellanleuchten und rustikale Flusssteine. Bei letzteren handelt es sich nicht etwa um echte Flusssteine, sondern um Imitate aus Keramik. Der Grund: Flusssteine lassen sich im Gegensatz zu Keramik nicht aushöhlen. Ganz wie echte Flusssteine weisen aber auch die Imitate feine Linien auf, die Kaya-Zwissler in Kontrastfarbe in den Ton einlegt: ein gelungenes Spiel zwischen Natur und Kunst. Die Vasen, Töpfe, Pflanzschalen, Öllampen und Dosen, mit einem Griff aus – echtem – Schwemmholz, der Flusssteine-Serie kosten zwischen 40 und 220 Franken.

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