Kauftipps für Kindermöbel

Kinder und Bewegung gehören zusammen: Die Kleinen wachsen, erobern den Raum, schaffen sich eigene Welten. Die Anforderungen an Möbel für Kinder sind deshalb hoch.

Die Kindermöbel-Kollektion von Artek
Die Kindermöbel-Kollektion von Artek.

(mei) Als Kind betrachtet man Dinge beweglich. Die schlichte Puppe ist eine Prinzessin, die Badewanne ein Meer und der Tisch verwandelt sich mit wenigen Hilfsmitteln in eine Burg. Auch die Kinder selber bewegen sich gerne – und sie wachsen schnell. Daraus ergeben sich die grundlegendsten Anforderungen an Kindermöbel. Sie sollten stabil und sicher sein und frei von giftigen Materialien. Praktischerweise lassen sie sich auf einfache Weise erweitern und den Bedürfnissen des wachsenden Kindes anpassen. Ein wandelbares Möbel wie die «Maxbox» von Maxinthebox kann dazu beitragen.

«Ole» von Pinolino
«Ole» von Pinolino

Kauftipp 1: Mitwachsende Möbel – ja oder nein? 

Bereits bei den Schlafstätten für die Kleinsten stellt sich die Frage, ob ein simples und günstiges Bett oder doch gleich eines erworben werden soll, das der Grösse des rasch wachsenden Sprösslings anpassbar und vielleicht etwas stabiler konstruiert ist – und dafür auch etwas mehr kostet. «Ole» von Pinolino mit einem höhenverstellbaren Lattenrost und den Umbaumöglichkeiten bis zum Sofa zum Beispiel dient dem Nachwuchs von Beginn weg jahrelang als vielseitiges Möbel. Der Entscheid für oder gegen ein «mitwachsendes» Möbel hängt u.a. davon ab, wie lange das Möbel beim Kind bleiben soll – möglicherweise soll das Möbel bald ans nächstjüngere Kind weitergegeben werden. 

Kauftipp 2: Den Schönheitssinn beachten    

Rolf Fehlbaum, Chairman Emeritus von Vitra, hat einmal gesagt, dass die Umgebung die Menschen viel mehr prägt, als sie denken. Und es daher wichtig sei, mit welchen Objekten man sich umgebe. Gerade bei Kindern scheint dieser Gedanke noch stärker zum Tragen zu kommen als bei erwachsenen Menschen. Die Wahl der Einrichtung von Räumen für Kinder ist daher auch vom ästhetischen Gesichtspunkt wichtig. Zwei, die sich diesem Grundsatz verschrieben hatten, waren die Architekten Alvar und Aino Aalto. Die beiden entworfen verschiedene Kindermöbel, die heute von Artek vertrieben werden. 

Kauftipp 3: Erst testen, dann entscheiden 

Bei Kinderhochstühlen, Schreibtischen und den Stühlen dazu sollte das Kind bei der Auswahl dabei sein. Das Ausprobieren zeigt sofort, ob das Möbel passt oder nicht. Wenn Tische und Stühle ergonomisch auf ihre Benutzer abgestimmt sind, fördert es deren Körperhaltung und Konzentration. Ausbau- und verstellbare Möbel kommen diesem Anliegen entgegen. Auch Möbel zur Aufbewahrung, also Schränke, Kisten und Regale, gibt es als erweiterbare Systeme. 

Kauftipp 4: Möbel, die auch ein Spielzeug sind, bieten Mehrwert 

Der doppelten Anforderung des enormen Bewegungsdrangs der Kinder und einer praktischen Funktion kommen Spielmöbel entgegen. Sie zeichnen sich besonders durch Stabilität und oft auch durch eine gewisse Schlichtheit aus, damit der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Spielmöbel wie «Trioli» von Eero Aarnio verwandeln sich nach dem ruhigen Einsatz als Stuhl am Zeichnungstisch im Handumdrehen in ein williges Indianerpferd oder einen Dampfer auf hoher See. Neben einfach gestalteten Spielmöbeln sind auch ganze Kinderzimmereinrichtungen zu haben, bei denen Betten und Schränke als Burgen, Schiffe oder Phantasielandschaft gestaltet sind.

«Party» von Création Baumann
«Party» von Création Baumann

Kauftipp 5: Zum Einschlafen schön 

Für Kinderherzen kann das Leben etwas wunderbar Aufregendes sein. Mitunter wollen die Augen einfach nicht zufallen. Ein gut abgedunkeltes Kinderzimmer erleichtert das Einschlafen. Reichen Fensterläden oder Storen nicht aus, kann mit speziellen Vorhängen nachgeholfen werden. Der Verdunkelungsvorhang «Party» von Création Baumann schlägt gar zwei Fliegen mit einer Klappe: Er dunkelt den Raum gut ab, und mit seinen Motiven regt er erst noch die Phantasie an – so fällt die Reise ins Land der süssen Träume leichter. 

Kauftipp 6: Normenbezeichnungen geben Sicherheit 

Bei allen Kindermöbeln, vor allem aber bei den Betten, spielt der Aspekt Sicherheit eine grosse Rolle. Grundsätzlich gilt, dass Ecken und Kanten abgerundet sein sollten. Überstehende Teile oder Ritzen sind fehl am Platz, die Matratze liegt mit Vorteil auf einem (verstellbaren) Lattenrost. Beim Babybett sollte der Abstand der Gitterstäbe zwischen 4,5 und 6,5 Zentimeter betragen – damit das Kind weder etwas einklemmen noch durchrutschen kann. Herausnehmbare Stäbe gestatten ihm später das selbstständige Hinaus- und Hereinkrabbeln.

Insbesondere Kajüten- oder Hochbetten provozieren Unfälle. Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) empfiehlt deshalb, dass Kinder frühestens mit sechs Jahren schlafen im oberen Bett sollten. Sie rät weiter, beim Kauf darauf zu achten, dass das Kajüten- oder Hochbette rundherum mit dem Bett verbundene Absturzsicherungen aufweist, die mindestens 16 Zentimeter über die Matratze hinausragen. Weiter müssen die beiden Betten fest miteinander verbunden sein und gegen Umkippen gesichert sein. Achten Sie zudem darauf, dass ein Kajütenbett die Normenbezeichnung EN 747 trägt.

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