Sofa-Trends 2017: Flexibler denn je

Die Sofas von heute haben viel drauf: Sie laden zum Faulenzen, Surfen und Lesen ein, bilden Wohninseln und sind echte Hingucker. Wir stellen eine Auswahl der neusten Modelle vor.

Das Sofa «Floe Insel» von Cassina wurde von Patricia Urquiola entworfen.
Das Sofa «Floe Insel» von Cassina wurde von Patricia Urquiola entworfen.

(mei) Vorbei sind die Zeiten, in denen Sofas sich in unaufgeregten Farben und Formen präsentierten. Heute bestechen sie durch Looks, bei denen einem schwindlig werden könnte, und auch sonst sind sie nicht zu übersehen: Sie stehen nicht einsam an der Wand, sondern formen ganze Landschaften im Raum. Und sie sind so flexibel, wie dies ihre Nutzerinnen und Nutzer heutzutage sind. 

Je grösser, desto besser

Size matters: Nicht wenige der neuen Sofa-Kollektionen überzeugen durch ihre schiere Grösse. «Big Sofas» heisst der Trend, und die Sofas im XXL-Format sind tatsächlich noch grösser, breiter und ausladender als ihre Vorgänger der letzten Jahre. Ein Beispiel für diesen Trend ist das Sofa «Bubble» von Interio, das es in zahlreichen Grössen und Farben gibt – die einzelnen Module können sogar in verschiedenen Farben ausgewählt werden. Das von Konstantin Grcic entworfene Modell «Soft Props» von Cassina zählt ebenfalls zu den Big Sofas. 

«Soft Props» von Cassina (Quelle: Soft Props, Konstantin Grcic, Cassina I Contemporanei Collection)
«Soft Props» von Cassina (Quelle: Soft Props, Konstantin Grcic, Cassina I Contemporanei Collection)

Chic von hinten

«Auch ein schöner Rücken kann entzücken», heisst es. Diese Redewendung gilt auch für die neuen Sofas: Sie können regelrechte Wohninseln im Raum bilden, denn sie sind aus jeder Perspektive ein Hingucker. Dies zeigt etwa das von der Designerin Patricia Urquiola entworfene Sofa «Floe Insel», das nicht zuletzt durch seine asymmetrische Form zum optischen Mittelpunkt jedes Wohnraums wird. Ebenfalls von ihr ist das Sofa «Step», das sie für den italienischen Hersteller Moroso kreiert hat. Im Raum gut zur Geltung kommt auch das «Grand Sofà» von Vitra

«Grand Sofà» von Vitra
«Grand Sofà» von Vitra

Die passende Ausführung

Weil die Wohnbedürfnisse unterschiedlich sind und die Raumgrössen ebenso, können zahlreiche Sofas individuell aus einer Reihe von Modulen zusammengesetzt werden. Das Sofa «Bob» von Blå Station beispielsweise setzt sich aus fünf unterschiedlichen, 26 cm breiten Komponenten zusammen und wird nach Laufmetern geliefert. Dies macht Zweier-, Dreier-, Zehner- oder noch grössere Sofas möglich, die mit oder ohne Rücken- und Armlehne erhältlich sind. Einfach ist auch das Zusammensetzen der Module, für die kein Werkzeug nötig ist. Besonders praktisch sind das Sofa «Vimle» von Ikea, das Stauraum enthält, sowie das Sofa «Berlin Loft» von Ligne Roset, das sich bei Bedarf in ein Bett verwandelt. 

«Bob» von Blå Station
«Bob» von Blå Station

Bezüge für jeden Geschmack

Ungewöhnlich sind die Bezüge der neuen Sofa-Generation. Beim Sofa «Cover» von Ligne Roset etwa ist der Name Programm: Die Decke, sprich das Cover, ist durch auffällige Nähte gekennzeichnet und ein echter Blickfang. Damit der Bezug lange schön bleibt, lässt er sich leicht abnehmen und pflegen. Überhaupt ist kuschlig in: Pfister hat mit «Buckingham» ein Sofa geschaffen, dessen Bezug aus Velours gefertigt ist, und das Sofa «Stockholm» von Ikea ist aus Samt. 

«Cover» von Ligne Roset
«Cover» von Ligne Roset

Blautöne und viel Grün

Zu den auffälligen Bezügen gesellen sich ungewöhnliche Farben. Angesagt sind dieses Jahr Blautöne von hell bis dunkel sowie Grün in diversen Schattierungen. Interio hat diesen Trend mit seinen Sofas «Diemo» und «Utopia» aufgenommen. Und sein Sofa «Bubble» ist in so vielen Farben erhältlich, dass eine davon zur restlichen Einrichtung passen sollte. Denn vielleicht zeigt die grosse Vielfalt an Sofaausführungen vor allem eines: Der eigentliche Trend sind Individualität und Wahlfreiheit. 

«Bubble» von Interio
«Bubble» von Interio

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