Neue Trends: So sieht die moderne Küche aus

Weniger Arbeit, mehr Genuss: Die Küche wird immer mehr zum gleichzeitig stilvollen als auch praktischen Wohnraum. Lesen Sie jetzt, was das heisst.

Sanitas Troesch bringt Holz in die Küche.
Sanitas Troesch bringt Holz in die Küche.

(mei) Es ist kein Geheimnis mehr: Die Küche wird immer wohnlicher. Wie schon vor ihr das Bad hat auch die Küche die Welt des rein Funktionalen längst hinter sich gelassen und setzt auf stilvolles Ambiente. Das ist weit mehr als ein offener Grundriss, der Kochen, Wohnen und Essen verbindet. Mittlerweile verschwinden ganze Gerätschaften hinter Schiebetüren, und auch Dunstabzugshauben werden nach Bedarf eingefahren. So wird die Küche mehr und mehr zu einem temporären Ort, der die übrige Zeit ganz «normaler» Wohnraum ist.

Holz erobert die Küche

Bei den Materialien sind zwei Tendenzen auszumachen: Zum einen sind Küchenfronten aus Glas im Kommen, gerade auch in schwarzem. Zum anderen hält das behaglich anmutende Holz Einzug in der Küche. Besonders beliebt sind Kombinationen mit glänzenden Materialien und starke Hell-Dunkel-Kontraste. Ein Beispiel ist das Modell Rundada der neuen Küchenlinie Svizra von Sanitas Troesch. Es wird von Veriset im luzernischen Root aus Schweizer Holz produziert und kostet nur wenig mehr als eine Küche aus konventionellen Materialien.

Die neue Kühl-Gefrier-Kombination von Siemens ist mit zwei Hochleistungskameras ausgerüstet, die bei jedem Schliessen ein Bild des Inhalts machen.
Die neue Kühl-Gefrier-Kombination von Siemens ist mit zwei Hochleistungskameras ausgerüstet, die bei jedem Schliessen ein Bild des Inhalts machen.

Die Küche denkt mit

Die moderne Küche ist nicht nur schön wie nie zuvor, sondern auch intelligenter denn je. Bei Siemens etwa umfasst das Angebot an connectivityfähigen Küchengeräten Backöfen, Geschirrspüler und neu auch eine Kühl-Gefrier-Kombination. Das Modell iQ500 A++ ist mit zwei Hochleistungskameras ausgestattet, die einen auch unterwegs via Handheldgeräte auf dem Laufenden halten: Bei jedem Schliessen werden zwei Bilder des Inhalts gemacht. Vernetzt werden die Küchengeräte mit der Home Connect App von Siemens, die ein digitales Kochbuch enthält. So lässt sich per Knopfdruck ein Rezept finden, das sich mit den zur Verfügung stehenden Zutaten zubereiten lässt. Auch Dornbracht setzt auf digitale Technologien. Durch die Vernetzung mit dem Smart-Home-System von digitalSTROM kann die Wasserausgabe von eUnit Kitchen nicht nur über die Dornbracht Smart Tools, sondern auch per App, Sprachbefehl oder automatisiert gesteuert werden: «Ein Glas Wasser bitte!» – und schon füllt sich das bereitgestellte Glas mit der gewünschten Wassermenge in der gewählten Temperatur.

Das interaktive Kochfeld von Bauknecht kann viel mehr als Pfannen erhitzen.
Das interaktive Kochfeld von Bauknecht kann viel mehr als Pfannen erhitzen.

Ein Kochfeld, das fast alles kann

Wie die vernetzte Zukunft aussehen könnte, zeigte Bauknecht im Januar 2015. Die Firma hat ein interaktives Kochfeld namens Cooktop entwickelt. Dass man seine Kochtöpfe darauf platzieren kann, wo man will, und das Kochfeld auch eine Waage ist, sind nur zwei von vielen Features. Daneben ist das Kochfeld mit anderen Geräten, etwa dem Kühlschrank, Backofen oder der Waschmaschine, verbunden und enthält eine eigene Rezeptdatenbank. So kann es selbstständig überwachen, ob für das geplante Essen noch Einkäufe getätigt werden müssen. Natürlich geht die Einkaufsliste direkt aufs Smartphone oder Tablet, falls nicht gleich online eingekauft werden soll. Weiter ist das Kochfeld mit Facebook und dem digitalen Musikdienst Spotify vernetzt.

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Links: Sous-Vide-Garen und eine vollautomatische Reinigung mit Wasser zeichnen die neuen Dampfbacköfen von Gaggenau aus. Rechts: Die Pull-down-Armaturen von Dornbracht bringen Wasser genau dorthin, wo es erwünscht ist.

Ganz schön praktisch 

Überhaupt wird die Küche immer praktischer. Kühl-Gefrier-Kombinationen mit verschiedenen Klimazonen halten Lebensmittel länger frisch. Das Modell 6 KGE39AI40 von Bosch etwa besitzt eine Chiller Box, die kälter ist als der restliche Kühlbereich. Fleisch und Fisch bleiben so länger haltbar. Die Crisper Box wiederum ist mit ihrer Feuchtigkeitsregulierung auf die Lagerung von Obst und Gemüse ausgerichtet.

Innovativ sind auch die Dampfbacköfen der Serie 400 von Gaggenau. Sie verfügen über die Betriebsart Sous-Vide-Garen, die sich von 50 bis 100 °C gradgenau einstellen lässt. Bei dieser Garmethode werden Nahrungsmittel bei kontrolliert niedriger Temperatur in einer verschweissten Vakuumverpackung gegart. Die Dampfbacköfen der Serie sind überdies mit einem vollautomatischen Reinigungssystem auf Wasserbasis ausgestattet. Das Arbeiten in der Küche wird ferner durch neue Pull-down-Armaturen erleichtert. So zeichnet sich etwa die Armatur Sync von Dornbracht durch einen nach unten ausziehbaren Auslauf aus, der sich durch den flexiblen Auszugschlauch und den 360°-Schwenkradius komfortabel zum jeweiligen Einsatzort lenken lässt, wobei man erst noch zwischen zwei Strahlarten wählen kann.

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