Selektive Lichtblicke - Tageslichtsysteme

Die Sonne spendet Wärme und Licht. Als passive Heizquelle ist sie bereits beliebt. Systeme für die Tageslichtnutzung sind dagegen noch kaum bekannt. Sie helfen ebenfalls, Energie zu sparen.

Natürliche Reflexionen oder eine Beschattung wirken verspielt und schaffen eine räumlich differenzierte Atmosphäre.
Natürliche Reflexionen oder eine Beschattung wirken verspielt und schaffen eine räumlich differenzierte Atmosphäre.

(knü) Um den Menschen ein Wohlgefühl zu bieten, braucht es Licht. Bahnhöfe, Einkaufshäuser oder Museen sind daher gut ausgeleuchtet und hell. Auch im Wohnbereich wird die attraktive Beleuchtung zunehmend beachtet. Was immer sich Architekten und Lichtplaner einfallen lassen; das Tageslicht ist als Referenz gesetzt: Einfallendes Sonnenlicht enthält das gesamte Farbspektrum und wird durchwegs als warm empfunden. Natürliche Reflexionen oder eine Beschattung wirken zudem verspielt und schaffen eine räumlich differenzierte Atmosphäre. Viel Tageslicht und grosse Fenster stehen auf der Wunschliste angehender Bauherren deshalb häufig zuoberst. Primär werden Sonnenstrahlen zwar als passive Wärmequelle genutzt. Im Sommer aber verwandeln sich die Vorzüge einer exponierten Fensterfront häufig zum ungeliebten Makel: Die Sonneneinstrahlung heizt das Haus zu sehr auf, weshalb Rollläden oft den ganzen Tag unten bleiben. Abhilfe schaffen können jedoch Bausysteme, die eine lenkbare und selektive Nutzung des Tageslichts ermöglichen.

Wärme bleibt draussen

Automatisch verstellbare Lamellen, Rollos und Jalousien steuern den Lichteinfall. Wie konventionelle Sonnenschutzvorrichtungen werden sie innen oder aussen an den Fenstern angebracht. Nur der optisch wirksame Strahlenanteil gelangt in den Raum; der Einfall der wärmenden UV- und Infrarotstrahlung wird dagegen verhindert. Spezialgläser oder nachträglich aufgetragene Spezialfolien reflektieren die Wärmestrahlen und bewirken dasselbe. Kombiniert mit einer Zeitsteuerung senken Tageslichtsysteme den Strombedarf für eine künstliche Beleuchtung und halten den Wohnraum ohne zusätzlichen Energieaufwand kühl. Aufwendiger konzipierte Varianten helfen zudem, das natürliche Licht von aussen in den hintersten Winkel eines Hauses zu bringen oder sogar ein Untergeschoss mit Sonnenstrahlen auszuleuchten. Letzteres ist beispielsweise mit ebenerdigen, verspiegelten Lichtschächten möglich.

Paneele oder ein Spiegelturm

Tageslicht aktiv einzufangen und weiterzuleiten, ist keine technische Hexerei: Mit Prismen oder Spiegeln werden die Sonnenstrahlen auf dem Dach oder an der Fassade gebündelt und über ein mehrfach verzweigtes Verteilsystem ins Gebäudeinnere gebracht. Die einem Oberlicht ähnlichen Spiegel- und Prismenpaneele lassen sich bisweilen in die Wand- und Dachflächen integrieren. Es gibt stationäre und bewegliche Systeme: Aussen sichtbar ist oft nur ein schwenkbarer Spiegelturm. Ein solcher Heliostat dreht sich sensorgesteuert mit dem Lauf der Sonne. Kleine Photozellen stellen die Versorgung mit Strom sicher.

Auf dem Dach der Coop-Filiale in St. Moritz ist der Spiegelturm kaum einen halben Meter hoch. Er lenkt das Tageslicht auf einen zweiten starren Spiegel, von wo es als diffuse Quelle ins Ladeninnere gelenkt wird. Im Altersheim Wiesengrund in Winterthur wird der Heliostat dagegen als Kunstobjekt eingesetzt. Auch hier fängt der schwenkbare Spiegel die Sonnenstrahlen ein und reicht das Licht 40 Meter weiter: Das gebündelte Sonnenlicht fällt, umfasst von einer Glassäule, ins Foyer ein.

Kanäle und hybride Leuchten

Die Tageslichtlenksysteme bestehen aus Schächten, Kaminen oder Rohren, die das Licht über Winkel, Ecken und lange Distanzen verteilen. Sie sind verspiegelt oder reflektierend beschichtet. Die Auslässe an den Decken sind mit Glasfassungen abgedeckt und von üblichen Leuchten kaum zu unterscheiden. Praxistests haben gezeigt, dass die verfügbaren Systeme bei direkter Sonneneinstrahlung und auch bei diffusem Aussenlicht funktionieren. Dennoch werden Hybridvarianten angeboten. Die Lichtauslässe können optional mit Fluoreszenz- oder LED-Lampen ergänzt werden, um eine kombinierte Nutzung von Tages- und Kunstlicht zu ermöglichen. Wenn der Himmel tagelang bedeckt bleiben sollte: Mit ausreichender Beleuchtung – natürlich oder künstlich – wird das Wohlbefinden in der Wohnung auf jeden Fall gestärkt.

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