Materialien und Ausstattung eines Wintergartens

Aluminium ist wetterfest und bildet durch Oxidation an der Oberfläche eine Schutzschicht.
Aluminium ist wetterfest und bildet durch Oxidation an der Oberfläche eine Schutzschicht.

Vor- und Nachteile der Materialien

  • Aluminium: wetterfest (bildet durch Oxidation an der Oberfläche eine Schutzschicht), getrennte Profile enthalten eine Dämmschicht
  • Stahl: gestattet grosse Spannweiten und schlanke Profile, ist aber nicht isolierend und setzt Tauwasser ab, nur für Gewächshäuser geeignet
  • Holz: bietet die beste Wärmedämmung, ist aber Feuchte empfindlich
  • Holz innen, Aluminium aussen: sowohl isolierend als auch witterungsbeständig
  • Kunststoff: begrenzt in Höhe und Spannweite, aber pflegeleicht, feuchtigkeitsbeständig und relativ günstig

Boden

Der Boden eines Wintergartens sollte pflegeleicht sein. Geeignet sind Keramikfliesen oder Natursteinböden. Kunststoffböden sind heikel, weil sie bei starkem Lichteinfall an Qualität verlieren können.

Dach

Ein durchsichtiges Dach ist nicht immer nötig oder manchmal gar nicht erwünscht. Wenn das Dach nicht aus Glas ist, kann es mit einer Wärmedämmung versehen werden.

Belüftung

In Wintergärten bildet sich schnell Stauhitze und Kondenswasser, was zu Schäden an Pflanzen, Möbel und Boden führen kann. Eine gute Belüftung ist deshalb unerlässlich, entweder durch Klappen im Glasdach, Lüftungsschieber in den Seitenteilen oder eine permanente Spalt- oder Rahmenlüftung. Mindestens auf zwei Seiten sollte der Wintergarten grossflächig geöffnet werden können. Schiebefaltwände haben zudem den Effekt, dass man fast draussen sitzt.

Beschattung

Damit die Hitze im Wintergarten während der Sommermonate nicht unerträglich wird, braucht es eine gute Beschattung. Möglich sind leichte Rollos, Lamellenstoren, Strahlen reflektierende Stoffvorhänge oder ganze Stoffbahnen entlang der Decke oder den Seiten. Noch wirkungsvoller sind Markisen: Sie fangen die Sonnenstrahlen ab, bevor sie Glas erreichen. Eine Alternative ist Sonnenschutzglas. Es hat aber den Nachteil, dass sich der Wintergarten im Winter weniger schnell aufwärmt.

Eine natürliche Beschattung bieten Bäume und Sträucher im Garten. Im Winter, wenn ihr Schatten nicht mehr erwünscht ist, verlieren sie sowieso die Blätter.

Automatische Steuerung

Eine Wintergartenautomatik nimmt den Benutzern einiges an Arbeit ab.
Eine Wintergartenautomatik nimmt den Benutzern einiges an Arbeit ab.

Eine Wintergartenautomatik nimmt den Benutzern einiges an Arbeit ab. Sie öffnet die Belüftungsklappen, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht wird, und fährt die Rollläden oder Markisen aus. Ein Windmesser sorgt dafür, dass die Aussenbeschattung bei einem Sturm rechtzeitig wieder eingezogen wird.

Beleuchtung

Niedervolt-Spannsysteme sind zwar wenig Strom sparend, aber praktisch, weil sich an der Glasdecke oft keine schweren Lampen befestigen lassen. Eine Alternative sind Stehlampen. Bei der Planung sollten deshalb genügend Steckdosen vorgesehen werden.

Pflanzen

Als Bepflanzung für den Wintergarten eignen sich Kübelpflanzen wie z.B. Palmen, Lorbeer, Zitruspflanzen, Oleander, Feigenbaum, oder Topfpflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Jasmin.

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