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Einrichtungstipps für Räume mit Dachschräge

Wohnen unter dem Dach ist top und das Einrichten nur auf den ersten Blick schwierig. Mit einfachen Gestaltungstricks kommen Sie garantiert aus der Schräglage.

Räume unter dem Dach haben unbestritten ein besonderes Flair und meist auch einen ausgefallenen Grundriss.
Räume unter dem Dach haben unbestritten ein besonderes Flair und meist auch einen ausgefallenen Grundriss.

(mm) Was gibt es Gemütlicheres, als unter Dachbalken zu nächtigen? Insbesondere, wenn vor dem Einschlafen geradewegs die Sterne durch das Fenster funkeln. Oder wie wäre es mit einem Sonntagsfrühstück auf der Terrasse mit Aussicht über alle Dächer hinweg weit in die Ferne? Räume unter dem Dach haben unbestritten ein besonderes Flair und meist auch einen ausgefallenen Grundriss. Und nicht zuletzt ihre Schrägen sind eine nicht alltägliche Herausforderung, was Platz und Staufläche angehen. Doch es ist gar kein Hexenwerk, all dies unter Dach und Fach zu bringen und jeden schrägen Winkel optimal zu nutzen:

Grundsätzliches

So wenige Wände wie möglich – so lautet eine Grundregel für die Gestaltung von Dachzimmern. Denn Wände beschränken Platz und Licht. Und es wäre doch schade, die Weite des Raumes zu verspielen, die der Dachstuhl grosszügig aufspannt.

Alles andere als sparsam sollten Sie hingegen bei der Wärmedämmung des Dachbereichs vorgehen. Oder möchten Sie kostbare Energie postwendend durch das Dach verheizen? Abgesehen davon, dass eine gute Dämmung auch im Sommer wichtig ist, wenn die Sonne direkt auf das «Oberstübchen» brennt.

Möbel

Massarbeit heisst das Zauberwort. Denn unter dem Dach ist schlichtweg kein Platz für wuchtige Normschränke. Ideal ist es, massgefertigte Schränke in den Schrägen verschwinden zu lassen. Es empfiehlt sich hierbei, möglichst in der Mitte der Schrankfront ein Element mit Rollen zu positionieren. So können Sie dieses immer bequem vorziehen und beispielsweise sperrige Gegenstände hinter der Schrankreihe verstauen.

Oder aber Sie entscheiden sich für Gleittüren. Diese bieten praktische Staufläche und lassen sich mühelos hin- und herschieben. Im Handel gibt es eine grosse Auswahl verschiedener Systeme und Materialien. Insbesondere Spiegeltüren sind eine interessante Option, da sie den Raum optisch erweitern.

Sie möchten dennoch nicht auf Ihren sperrigen Lieblingsschrank verzichten? Ein einzelnes in den Raum gestelltes Möbel kann durchaus auch im Dach seinen Reiz entfalten und vielleicht sogar als eleganter Raumteiler fungieren.

Licht

  • Grosse Dachwohnfenster, elegante Überfirstverglasungen wie auch Glasziegel sorgen für die Extraportion Sonnenlicht, die gute Laune macht. Natürlich darf in diesem Fall der Sonnenschutz z. B. in Form von Rollos nicht fehlen. Denn gerade im Sommer können sich Dachräume unerträglich aufheizen.

  • Bei der künstlichen Beleuchtung wird es schon vertrackter: Einbaustrahler blenden unter Umständen und Hängeleuchten brauchen den passenden Platz an der Decke, was bei verwinkelten Dachbalken oft nicht gegeben ist. Gerade in niedrigen Raumbereichen sind daher Bodenleuchten die richtige Wahl. Sie bringen Licht in Ecken und Winkel und strahlen zudem die Dachschrägen von unten an. In höheren Bereichen überzeugen Stehleuchten, die Licht nach oben schicken und so die Decke optisch anheben.

Farben

Helle Wände und Decken sowie hell gestrichene Dachbalken sind Trumpf. Sie gaukeln dem Auge zusätzliche Höhe und Breite vor. Besonders geeignet ist die Farbe Weiss. Wird sie obendrein grossflächig eingesetzt – von den Decken bis zu den Möbeln beispielsweise – versprüht sie Luxus pur. Ein weiteres Highlight sind unverkleidete Balken, ob gestrichen oder in natura.

Bei der Farbwahl stellt sich ausserdem die Frage, welche Raumatmosphäre Sie wünschen. Eine helle Grundfarbe kombiniert mit Naturtönen schafft Ruhe, wohingegen die Kombination mit Kontrastfarben mit Dramatik und Spannung einher geht. Bei den Böden können Sie stattdessen für dunkle Farben plädieren – sie geben Ihrem Dachgeschoss Basis und Halt.

Materialien

Weniger ist unter dem Dach mehr. Ein wilder Mix an Materialien strapaziert das Auge unnötig. Vielmehr verbreiten wenige, dafür aber konsequent verwendete Materialien eine wunderbare Weitläufigkeit. So lindern z. B. weiche Stoffe und Polster wie auch Teppiche mit Naturfasern die massive Präsenz von Mauern und Balken.

Béatrice Ruef
Béatrice Ruef

Die Expertin zum Schluss

Das Wohnen unter dem Dach ist auch Thema des Interviews mit Béatrice Ruef. Die Wohnpsychologin gewährt einen Blick in ihre «Einrichtungstrickkiste» und gibt wertvolle Tipps für Räume mit Dachschräge:

Frau Ruef, Dachräumen sagt man einen besonderes Flair nach. Woran liegt das?

Ein Raum unter dem Dach erinnert an ein Zelt, an ein Tipi. Diese ursprüngliche Behausung der Prärie weckt Assoziationen mit Indianern, Abenteuer, Ferien, weit weg vom Alltag sein. Darüber hinaus steckt eine ausgesprochen kreative Gemütlichkeit im Dachraum und schliesslich bringt das Wohnen ganz oben eine gewisse Übersicht und Weitsicht mit sich. Aber natürlich hat hier jeder Mensch andere Vorstellungen.

Sie sprachen den «Zeltcharakter» von Dachzimmern an. Was bedeutet dieser für die Einrichtung?

Die Dreiecksform des Dachraumes bietet meist attraktive Lichtverhältnisse durch Tageslicht, das durch Gauben und Dachflächenfenster einfällt. Daher achte ich beim Einrichten auf eine einfache und edle Möblierung – ich empfehle wenige, ausgesuchte Stücke, die der Funktion des Zimmers dienen. Insgesamt geht es darum, den Charme des Raumes zu unterstreichen und seine Form wirken zu lassen.

Dachräume werden gerne als Schlafzimmer genutzt. Was gilt es in puncto Gestaltung zu bedenken?

Ein wichtiger Aspekt sind die sichtbaren Balken. Diese sollten möglichst weder quer noch längs über das Bett laufen, was in der Praxis jedoch meist der Fall ist. Abhilfe schafft ein selbstgebauter Baldachin mit Bambusstäben und Stoffbahnen.

Ein weiterer Punkt ist die Position des Bettes. Das Kopfende liegt idealerweise im höheren Raumteil. Der niedrige Bereich – der Kniestock – lässt zudem optimalen Platz für einen massgefertigten Schrank mit allen Schubladen und Fächern, die das Herz begehrt.

Frau Ruef, vielen Dank für Ihre interessanten Tipps und Anregungen.

Buchtipps

  • Ilex Ness: «Vorher – nachher: Der grosse SCHÖNER WOHNEN Ratgeber»; Verlag Callwey
  • Tine Wittler: «Einsatz in 4 Wänden. 101 Wohnfühlideen»; Egmont vgs Verlagsgesellschaft
Zusätzliche Informationen

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