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Einrichtungstipps für kleine Räume

Mit den richtigen Möbeln und ein paar Tricks bringen Sie kleine Räume ganz gross raus. Wir zeigen Ihnen, wie der Raum heller und grösser wirkt.

Sagen Sie «Lichtschluckern» den Kampf an! Verzichten Sie auf Gardinen und Vorhänge.
Sagen Sie «Lichtschluckern» den Kampf an! Verzichten Sie auf Gardinen und Vorhänge.

(mei) Sie wirken schnell überladen, ungemütlich und bedrückend – kleine Räume mutieren nicht selten zu grossen Abstellkammern, in die man nur ungern freiwillig einen Fuss setzt. Doch es geht auch anders. Kleine Räume haben durchaus ihren Reiz. Die Behaglichkeit eines kleinen, aber feinen Schlafzimmers oder eines separaten Essbereichs ist nicht zu schlagen. Kurzum: Die «Winzlinge» sind nicht kleinzukriegen. Gesetzt den Fall, Sie holen das Beste aus jedem Quadratmeter heraus.

Könnte der kleine Raum anders genutzt werden?

Zunächst stellt sich die Frage, ob das kleine Zimmer optimal genutzt wird oder ob eine Umstrukturierung der Wohnräume insgesamt nicht mehr Sinn macht. Wäre es beispielsweise nicht zweckdienlicher, den Arbeitsplatz in einer Ecke des Wohnbereichs zu positionieren und das winzige Arbeitszimmer im Erdgeschoss in eine weitläufige Garderobe zu verwandeln?

10 Tipps für die Gestaltung von kleinen Räumen

  1. Die Devise ist einfach: In einen kleinen Raum gehören so wenige Möbel wie möglich (aber so viele wie nötig).

  2. Kompakte Möbelstücke oder speziell auf den Raum zugeschnittene Einbaumöbel sind eine gute Option. Als wahre Verwandlungskünstler erweisen sich Multifunktionsmöbel: Das Sofa wird zum Bett, die Kommode zum Schreibtisch – und Platz sparen Sie ausserdem.

  3. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass grosse Möbel in kleinen Zimmern tabu sind. Ganz im Gegenteil: Sie können – spärlich eingesetzt – wunderbar zur Tiefe eines Raumes beitragen. Immer unter der Bedingung, die grossen «Stücke» sind schlicht und vereiteln nicht die Bewegungsfreiheit.

  4. Greifen Sie in die optische Trickkiste und lenken Sie den Blick weg von den Wänden des kleinen Zimmers. Bilder in der Wandmitte sorgen dafür, dass die Ecken des Raumes in den Hintergrund treten. Dekorative Lieblingsstücke auf einem beispielsweise knapp unter der Decke angebrachten Regal sowie Pflanzen und Blumen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

  5. Sagen Sie «Lichtschluckern» den Kampf an! Verzichten Sie auf Gardinen und Vorhänge. Wenn Ihnen dies schwer fällt, weichen Sie auf Halbgardinen aus oder aber auf Textilbahnen an Deckenschienen, die das Fenster nach Wunsch halb oder ganz verdecken.

  6. Halten Sie möglichst die Fensterbank frei und platzieren Sie keine Möbel vor einer Fenstertür.

  7. Falls Sie den Pinsel schwingen möchten, dann schmücken Sie Ihre Fenster mit einer farbigen Umrandung. Dies ist nicht nur ein willkommener Farbtupfer, sondern leitet das Auge nahezu von selbst aus dem Raum.

  8. Für Licht und Leichtigkeit im Raum sorgen Objekte aus klarem Glas, welche Tageslicht einfangen, sowie zarte Vorhänge.

  9. Spiegel vollbringen geradezu Magisches: Sie können dunkle Ecken öffnen und düstren Räumen Licht einhauchen. Vor allem, wenn es sich um einen grösseren Spiegel handelt und dieser gegenüber einem Fenster aufgehängt wird. Testen Sie die ideale Position vor dem Montieren.

  10. Eine glänzend gestrichene Decke täuscht Höhe vor.

Das richtige Licht in kleinen Räumen

  • Mehr als jedes andere Gestaltungselement beeinflusst Licht das Ambiente eines Zimmers.

  • Das sanfte Licht einer Wandleuchte lässt Dimensionen verschwimmen und gaukelt Grösse vor.

  • Spots, die z. B. auf die Decke gerichtet werden, betonen die Raumhöhe und erweitern das Zimmer optisch.

  • Punktstrahler auf Bilder, Skulpturen oder Pflanzen lassen die Grenzen kaum noch erkennen und rücken den Raum ins rechte Licht.

  • Säulenförmige Leuchten, die das Licht vom Boden zur Decke leiten, lassen einen Raum höher wirken.

Geeignete Farben für kleine Räume

  • Die Formel ist simpel: Helle Farben lassen einen Raum grösser erscheinen und dunkle Farben kleiner, dafür aber auch gemütlicher.

  • Bei einem kleinen Zimmer ist Weiss oft die richtige Wahl. Es schafft nicht nur die gewünschte Weite, sondern reflektiert das Licht optimal, passt hervorragend zu Holz, und bildet obendrein einen neutralen Hintergrund für andere Farben.

  • Ein Raum gewinnt optisch an Höhe, wenn Sie eine der Wände in einem anderen Farbton streichen.

  • Halten Sie den Fussboden dunkeln und die Decke dunkler als die Wände.

Passende Muster für kleine Räume

Ob gross oder klein, geometrisch oder blumig, bunt oder Ton-in-Ton – Muster haben eine enorme Raumwirkung:

  • Auffällige, bunte Designs stechen ins Auge und lassen das Zimmer kleiner wirken als schlichte, zarte Muster.

  • Vertikale Streifen oder Karomuster strecken den Raum und sind daher Trumpf in kleinen Zimmern.

  • Breite Streifen und sehr grosse Karos überfordern das Auge.

  • Achten Sie auf Harmonie zwischen einfarbigen und gemusterten Flächen. Sie werden überrascht sein, wie effektvoll es ist, wenn Sie die Hauptfarbe eines Musters in der Möblierung und den Textilien dezent aufgreifen. Oder aber Sie verwenden eine sehr unauffällige Farbe des Musters für den Wandanstrich.
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