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Kreative Lösungen für Räume mit Doppelfunktion

Räume, die mehrfach genutzt werden, stellen besondere Anforderungen an die Möblierung. Erfahren Sie hier, was alles möglich ist und was Sie vermeiden sollten.

Achten Sie darauf, dass Büro- und Esszimmer-Inventar ein harmonisches Ganzes bilden und der Bürocharakter nicht zu sehr dominiert.
Achten Sie darauf, dass Büro- und Esszimmer-Inventar ein harmonisches Ganzes bilden und der Bürocharakter nicht zu sehr dominiert.

6 Tipps zur Möblierung von Räumen mit Doppelfunktion

  1. Die Mehrfachnutzung von Möbeln erscheint auf den ersten Blick oft komfortabler, als sie tatsächlich ist. Denn nicht alle Möbel lassen sich ohne Aufwand doppelt verwenden. Oder möchten Sie inmitten einer langwierigen Schreibarbeit jedes Mal den Tisch von sämtlichen Büchern und Unterlagen befreien, um in Ruhe zu essen? 

  2. Beschränken Sie sich bei der Möblierung auf das, was tatsächlich notwendig ist und gefällt. Daraus folgt, dass bei der Wahl des Mobiliars besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit geboten sind – und dies unabhängig davon, ob Sie in der Brockenstube um die Ecke oder im Möbelhaus der Extraklasse einkaufen.

  3. Gliedern Sie den Raum. Hierzu eignet sich beispielsweise ein flexibler Paravent oder eine textile Raumtrennung mittels Vorhängen oder anderen dekorativen Stoffen wie in einem Nomadenzelt. Aber auch beidseits zugängliche Regalelemente in jeder Höhe, ein niedriges Sideboard oder eine einfache Bank stellen Struktur her.

  4. Wichtig sind Brücken von einem Funktionsbereich zum anderen. Dies können Dekorationsgegenstände sein wie z. B. ein Wandteppich, eine schön geformte Vase mit einer Blume bestückt, eine Keramikschale mit Früchten, eine ausserge-wöhnliche Leuchte. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. 

  5. Setzen Sie auf durchdachte Möbel, die Ordnung schaffen, und räumen Sie regelmässig auf. 

  6. Buchtipps: Ilex Ness: «Vorher – nachher: Der grosse SCHÖNER WOHNEN Rat-geber»; Verlag Callwey. Barty Philipps: «Wohnen maximal. 500 Ideen für kleine Räume»; Verlag Callwey. 

Küche/Esszimmer

Kochen und Essen – diese Bereiche gehen wie von selbst ineinander über. Hinzu kommen praktische Aspekte: Denn wer spart sich nicht liebend gern einen langen Weg vom Herd an den Esstisch? 

  • Idealer Grundriss: Eine L-förmige, in eine Ecke eingefasste Küche mit einem Esstisch in der Mitte des Raumes erweist sich als vorteilhaft. 

  • Genügend Bewegungsspielraum: Wichtig ist, dass Sie im Vorfeld ausprobieren, wie viel Platz Esstisch und Sitzplätze einnehmen. Kalkulieren Sie einen Bewegungsspielraum von rund 65 cm ein, um die Unter- und Oberschränke mühelos öffnen und den Herd bedienen zu können. 

  • Beidseitig zugängliche Regale oder Schränke sind optimal, um Pfannen und Töpfe wie auch Geschirr und Besteck zu verstauen.

Küche/Wohnzimmer

Der Platz das A und O, wenn Küche und Wohnzimmer eins sind. Denn wer hat schon Freude beim Kochen, wenn er sich kaum drehen und wenden kann? 

  • Eine leistungsstarke Dunstabzugshaube ist in dieser Raumkonstellation unab-dinglich. 

  • Falls Sie die Küche in das Wohnzimmer integrieren möchten, verwenden Sie Möbel, die farblich aufeinander abgestimmt sind. 

  • Eine klare Unterteilung erreichen Sie mit markanten Raumteilern

  • Sorgen Sie für ein behagliches Ambiente und rücken Sie den Wohnbereich optisch ins Zentrum.

Küche/Arbeitszimmer

  • Diese Funktionen lassen sich am besten in einem entsprechend grossen Raum verbinden.

  • Der Arbeitsplatz sollte nicht nur weit entfernt von allen Küchenarbeitsflächen liegen, sondern so angenehm und anregend wie möglich gestaltet werden. Denn in einer dunklen Ecke mit Mikrowelle und Kaffeemaschine im Nacken sind Konzentration und Kreativität wahrscheinlich Fehlanzeige.

  • In puncto Büromobiliar eignen sich z. B. ein verschliessbarer Schrank mit herunter klappbarer Tischplatte sowie ein Stuhl, der perfekt auf dessen Höhe ausgerichtet ist. Für sporadische Schreibgelegenheit hingegen genügt unter Umständen bereits ein Rollcontainer für die Unterlagen.

Arbeits-/Esszimmer

Diese Kombination empfiehlt sich vor allem, wenn Sie den Raum nur selten zum Essen nutzen oder aber nur hin und wieder zuhause arbeiten.

  • Achten Sie darauf, dass Büro- und Esszimmer-Inventar ein harmonisches Ganzes bilden und der Bürocharakter nicht zu sehr dominiert.

  • Um Akten und sonstige Arbeitsutensilien schnell wegschaffen zu können, ist ausreichend Staufläche vonnöten.

  • Und vielleicht zählen Sie einen bequemen Stuhl mit aufrechter Lehne zu Ihrem Fundus, der sowohl am Ess- wie auch Schreibtisch eine gute Figur macht. Wenn Sie für den Stuhl darüber hinaus noch mindestens 70 cm Platz vor dem Schreibtisch erübrigen können, so bringen Sie garantiert alles unter einen Hut.

Arbeits-/Schlafzimmer

  • Erst der Schlaf, dann die Arbeit. Getreu dieser Devise sollte der Arbeitsbereich auch in diesem Arrangement eine untergeordnete Rolle spielen und das Schlafen im Fokus sein. Mit einer dezenten Einrichtung, die Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt, sind Sie daher gut beraten.

  • Ein Raumteiler in Form eines offenen Regals lässt nicht nur den Arbeitsbereich verschwinden, sondern auch die Büroordner und den Gutenacht-Krimi. Und wer es etwas luftiger mag, der findet vielleicht an einem dekorativen Falt-Paravent Gefallen. Natürlich immer unter der Voraussetzung, die aufgeteilten Bereiche fallen nicht zu klein aus und verursachen kein Gefühl der Enge.

Schlaf-/Badezimmer

Schlafen und Baden in einem Raum? Warum nicht. Ob Ihr Zimmer dafür prädestiniert ist und welche Installationen nötig sind, erfahren Sie von Ihrem Fachmann. Bezüglich Raumaufteilung bietet sich eine Trennung zwischen beiden Funktionsbereichen an – sei es mittels einer Schiebetür oder eines Paravents. Platzsparende Toiletten und Waschbecken fügen sich wunderbar in die kleinste Ecke ein.

Zusätzliche Informationen

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