Datenschutz

Ihr Datenschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir unsere Datenschutzrichtlinie angepasst. Die neuste Version finden Sie hier. Wenn Sie auf OK klicken, stimmen Sie der neuen Datenschutzerklärung zu.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbeanzeigen masszuschneidern, Social Media-Funktionen bereitzustellen und zu messen sowie die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen. Wir informieren auch unsere Social Media-, Werbe- und Analysepartner über die Nutzung unserer Website. Wenn Sie auf OK klicken stimmen Sie der Erfassung von Informationen durch Cookies auf dieser Website zu. Weitere Informationen zu unseren Cookies und dazu, wie Sie die Kontrolle darüber behalten, erfahren Sie aus unserer Datenschutzerklärung.

Orientalisch einrichten und wohnen

Üppig, schrill, atemberaubend: Der orientalische Wohnstil ist ein Fest für die Sinne. Feiern Sie mit!

Bei Kissen gilt: Mehr ist mehr – am besten nicht nur neben-, sondern auch aufeinander.
Bei Kissen gilt: Mehr ist mehr – am besten nicht nur neben-, sondern auch aufeinander.

(mei) Wer zwischen Marokko und Persien schon einmal über einen Basar geschlendert ist, kennt die bunte, sinnlich duftende Welt des Orients: Süssigkeiten in verschiedensten Farben und Gewürze in Gelb, Ocker, Rot und Braun ... und alle erzählen sie Geschichten von 1001 Nacht. Mit dem orientalischen Wohnstil verhält es sich genau gleich: Er ist geheimnisvoll, betörend und opulent, gepaart mit einer Prise Magie. Kein Wunder, erfreut er sich auch hierzulande grosser Beliebtheit. Das Besondere daran: Um ihn in heimischen Gefilden Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es nur ein wenig Phantasie und Mut zur Farbe.

Auf Kissen gebettet

Im Orient ticken die Uhren anders: Hier haben die Menschen Zeit. Zeit, die sie mit der Familie oder mit Freunden verbringen. Der Wert, den geselliges Zusammensein in diesen Kulturkreisen besitzt, schlägt sich in der Einrichtung nieder – von einfachen Daybeds draussen auf der Strasse bis zu luxuriösen Diwans reichen die Sitzgelegenheiten, die man hier kennt. Beiden gemeinsam sind zwei Dinge: Sie sind bodennah und mit einem Haufen Kissen drapiert, zwischen und auf denen es sich stundenlang über Gott und die Welt plaudern lässt. Dabei gilt der Grundsatz mehr ist mehr – am besten arrangiert man die Kissen nicht nur neben-, sondern auch aufeinander. Die Schuhe zieht man natürlich aus, bevor man es sich auf dem Daybed gemütlich macht. Übrigens: Wer es ganz einfach möchte, richtet sich seine orientalische Lounge ganz einfach mit einem Teppich ein, der als Sitzfläche dient.

Accessoires machen den Unterschied

Der orientalische Stil besticht durch seine Mischung aus Prunk und Kitsch. Deshalb gilt: Nur nicht geizen bei der Umsetzung, denn dieser Wohnstil kommt besonders gut zur Geltung, wenn beim Dekorieren Üppigkeit angesagt ist. Das heisst: Ein Muss sind glitzernde Tücher, die mal als Bettüberzug, mal als Tischdecke und mal als Deckenbehang eingesetzt werden. Weiter gehören kleine Tische dazu, entweder als Beistelltische oder als tiefe Teetische, auf denen sich nicht nur eine silberne Teekanne gut macht, sondern auch die bei uns sehr bekannten reich verzierten Teegläser, in denen der nordafrikanische Pfefferminztee besonders gut schmeckt. Als Lichtspender kommen neben Teelichtern auch Eisenlaternen in Frage. Komplettiert wird der orientalische Look durch Fliesen und Kacheln voller Ornamente.

Starke Farben, sinnliche Düfte

Auch bei der Farbwahl ist Zurückhaltung alles andere als Trumpf. Die Opulenz des orientalischen Einrichtungsstils benötigt warme, kräftige Farben wie Violett- und Rottöne, Gelb, Orange und Gold. Selbst bei den Kombinationen ist Extravaganz angesagt, denn die einzelnen Nuancen mischt man ganz ungeniert miteinander: Pink passt hier bestens zu Orange, Violett zu Gelb und Gold – grell statt pastell heisst die Devise.

Nebst dem Auge wird auch die Nase verwöhnt und mit Sinnesreizen geradezu überflutet: Das Abendland ist eine einzige Welt voller Düfte – beim Kochen wie auch im Garten. Kein Duft beweist dies so schön wie der in den orientalischen Innenhöfen überall anzutreffende, exotisch-süsse Jasmin, der in der Aromatherapie als eines der besten Aphrodisiaka gilt. Nun lässt sich bei uns zwar nicht gerade ein ganzer Innenhof nachbilden, doch ein paar Jasminsträucher verwandeln jeden Balkon und jeden Sitzplatz in einen geheimnisvollen Ort der Liebe. Und ausserhalb der Sommersaison eignen sich Duftlampen und Räuchermischungen, um einen Hauch von Orient in die Stube zu zaubern.

Tipps für ein orientalisches Ambiente

  • Werden Sie noch geselliger: Besorgen Sie sich einen Teppich, eine Matratze, ein Daybed oder einen Diwan, auf dem Sie und Ihre Freunde, Bekannte und Familienmitglieder Platz haben.
  • Klotzen Sie: Verzieren Sie die Sitzgelegenheit mit Kissen – und zwar ganz, ganz vielen.
  • Verwandeln Sie sich in eine Beduinin: Kreieren Sie mit Tüchern und Schals einen orientalischen Look, indem sie mit ihnen nicht nur Tische, sondern je nach Lust und Laune auch Wände und Decken verzieren.
  • Setzen Sie auf Schnickschnack: Teelichter, Lampions, Blüten, am besten bunt gemischt, ergeben eine Tischdekoration, die ans Morgenland erinnert.
  • Werden Sie zum Teefan: Eine Teekanne, reich verzierte Teegläser und frische Pfefferminze sind für diesen Stil ein Muss.
  • Beweisen Sie Mut zur Farbe: Mischen Sie sehr kräftige, warme Töne miteinander.
  • Sehen Sie mit der Nase: Verbreiten Sie mit Gewürzen und Pflanzen einen sinnlich-betörenden Duft

Empfehlenswertes Buch

00_wohnstile_skandinavisch_wohnen_buchtipp_3_mittel

Simone Knauss

«Global Style. Wohninspirationen aus aller Welt»

Callwey

ISBN: 978-3-7667-1806-8

Die Autorin gibt einen guten Einblick über 12 Wohnstile von den USA bis Japan, die sie mit konkreten Angaben zu Materialien, Farben und Accessoires illustriert. Der orientalische Stil wird am Beispiel von Marokko erläutert.

Zusätzliche Informationen

Stockfood.com/INSIDE und Red Cover/Tine Thorsen, alle aus «Global Style. Wohninspirationen aus aller Welt», Callwey Artikel drucken